Tatort "Zurück ins Licht": Alle irre!

Tatort Bremen: Stedefreund (Oliver Mommsen) wird von der manipulativen Maria Voss (Nadeshda Brennicke) in ihren Bann gezogen. ©Radio Bremen/Michael Ihle

23.10.2017 · von Tobias Frauen

Wie oft haben wir den Tatort Bremen dafür gelobt, dass er das Privatleben der Ermittler weitgehend außen vor lässt...da gab es aber offenbar Nachholbedarf, "Zurück ins Licht" zeigt den armen Stedefreund zwischen zwei alles andere als unkomplizierten Frauen.

Die eine, Kriminaltechnikerin Linda Selb (Luise Wolfram), ist bereits bekannt, und die merkwürdige Liaison zwischen ihr und Stedefreund (Oliver Mommsen) mündet hier beinahe in einer echten Beziehung. Aber eben nur beinahe. Denn dann ist da noch Maria Voss (Nadeshda Brennicke), eine erfolgsgeile Pharmavertreterin mit hauchig-nerviger Kleinmädchenstimme. Voss hat mit einem zwielichtigen Geschäftsmodell Erfolge gefeiert, nach einem Unfall jedoch alles verloren. Jetzt will sie "Zurück ins Licht".

Während sie Stedefreund um den Finger wickelt, versucht Inga Lürsen (Sabine Postel) in den verwirrenden Zusammenhängen den Überblick zu bewahren. Der eigentliche Mordfall tritt bei solch einer Personality-Geschichte leider etwas in den Hintergrund.

Der viertletzte Tatort aus Bremen bietet also eine zentrale Figur die im Gedächtnis bleibt (ob negativ oder positiv, darf jeder selbst entscheiden), eine etwas unübersichtliche Story, aber viele großartige Dialoge. Und mit 8,92 Millionen Zuschauern (Marktanteil 24,6%) auch eine solide Quote.

Die besten Tweets zum Tatort aus Bremen

Viel wichtiger als Morde, Verdächtige und Beweise: Stedefreund und sein kleines Stedefreundchen...

Ja, die seltsamen Frauen... Während Maria Voss Stedefreund locker um den Finger wickelte, waren die meisten Twitter-Nutzer immun gegen ihre "Verführungskünste".

Sex gab es auf jeden Fall genug im Tatort, das ist man ja in den letzten Wochen schon gewohnt. Stedefreund mit Linda Selb, Stedefreund mit der Frau in Rot, die Frau in Rot mit einem Sugar-Daddy...wobei "Sex" dafür ein großes Wort wäre...

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