Tatort "Waldlust": Teambuilding des Todes

Tatort Ludwigshafen: Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihr Team geraten in ein merkwürdiges Hotel. ©SWR/Martin Furch

05.03.2018 · von Tobias Frauen

Statt zweistelliger Zahlen holte der Tatort "Waldlust" aus Ludwigshafen gestern "nur" 8,23 Millionen Zuschauer (Marktanteil 22,4%), aber immerhin rund zwei Millionen mehr als noch der erste Fall ohne Drehbuch. Liegt es am momentanen Höhenflug der Tatort-Quoten oder war der Film wirklich spürbar besser?

Auch wenn das Gros der Resonanz wieder negativ war, gab es auch hörbares Lob. Ohne Mundart und Laiendarsteller, dafür aber mit einem zwar nicht neuen, aber ganz reizvollen Setting, dass an "Fargo" oder "Shining" erinnerte, wiederholte "Waldlust" zumindest nicht alle Fehler des ersten Impro-Experimentes mit Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Seine positive Momente zog dieser Fall aus der schon fast überzogenen Skurrilität der Geschichte, die streckenweise so abstrus war wie ein Tatort aus Münster.

Statt hölzerner Dialoge wurde improvisiert durcheinander geredet, man hatte stellenweise das Gefühl den Schauspielern beim Nachdenken über ihre Textzeilen zuschauen zu können. Mit seriöser Ermittlungsarbeit hatte das Ganze ohnehin nichts zu tun, und auch die "Rettung" des Ludwigshafen-Tatortes ist in weiter Ferne. Ob es trotz Kopper-Ausstiegs und der zunehmenden Überzeugungskraft von Johanna Stern (Lisa Bitter) jemals gelingt, den Schauplatz wieder attraktiv zu gestalten?

Das sagt Twitter zum Impro-Tatort

Ludwigshafen, Improvisation...die Vorzeichen für diesen Tatort standen denkbar schlecht.

Beim Stichwort "Teambuilding" kamen zahlreiche dunkle Erinnerungen hoch...

Doch Überraschung! Während die meisten Twitterer wie erwartet entsetzt waren...

...gab es doch erstaunlich viele wohlwollende Kommentare.

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