Öder Schweiz-Tatort hat es schwer gegen die Konkurrenz

Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) haben es im neuen Luzern-Tatort "Zwischen zwei Welten" nicht leicht.

Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) haben es im neuen Luzern-Tatort "Zwischen zwei Welten" nicht leicht. © ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

22.04.2014 · von Tobias Frauen

Nachdem der Tatort in den letzten Wochen einen Höhenflug erlebte und beständig über zehn Millionen Zuschauer erreichte, folgte ausgerechnet am Ostermontag eine kleine Ernüchterung. "Zwischen den Welten" aus Luzern holte "nur" 7,28 Millionen und 20,4 %. Auf alle Zuschauer gerechnet reichte das immer noch für den Tagessieg, bei der Kerngruppe zwischen 14 und 49 Jahren aber war der Krimi aus der Schweiz mit 1,75 Millionen und 12,7 % weit abgeschlagen hinter "The Hunger Games" (Pro 7) und "Transporter 3" (RTL). Wer den Tatort gesehen hat, wird davon nicht überrascht sein, denn die Schweizer Fälle sind schon länger weit vom üblichen Tatort-Standard entfernt. Miese Synchronisation, komplett wirre Geschichten und gelangweilte Kommissare machen Tatorte aus Luzern schwer verdaulich.

Dabei war "Zwischen den Welten" besser als seine Vorgänger. Die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) sollten mehr Tiefe bekommen, und im Kern war die Geschichte um die in den Tod gestürzte Donna Müller und ihre familiären Verwicklungen solide Krimi-Kost. Hätte man sich auf die militanten Väter konzentriert, wäre sogar ein guter Film drin gewesen. Doch allzuviele Handlungs-Fäden, die sich im Nichts verloren, ließen den guten Ansätzen keine Chance.

Zu allem Überfluss phantasierten die Macher auch noch ein Medium (Grégoire Gros) in die Handlung, der mit Toten spricht. Warum dann nicht einfach das Opfer nach dem Täter befragt und der Fall zügig abgeschlossen wird, fragten sich nicht nur viele Tatort-Fans bei Twitter. Das größte Pfund des Schweizer Tatortes - die oftmals frischen, unbekannten Schauspieler - kommen dadurch leider kam zum Tragen.

Graue Maus zwischen lauter Highlights

Nach den "Zehn-Millionen-Wochen" und vor weiteren Highlights wie dem neuen Fall von Wotan Wilke Möhringa alias Thorsten Falke oder einem München-Tatort mit Star-Besetzung und neuen Assistenten brachte "Zwischen den Welten" also kurz Ernüchterung. Klar, dass es nicht immer neue Rekorde hageln kann, aber durch schlechte Filme wie diesen wird die Marke Tatort mehr beschädigt als durch neu einzuführende Ermittler-Teams.

Die besten Tweets zum Luzern-Tatort "Zwischen den Welten"

Angesichts der letzten Fälle aus der Schweiz ahnte man schon nichts Gutes...

Der einzige erkennbar rote Faden waren die ständigen Verweise auf ein ominöses Fußballspiel. Gerne auch im unpassendsten aller Momente.

Und dann - natürlich - die wieder mal misslungene Synchronisation...

Die finale Auflösung wirkte dann reichlich beliebig.

Das Fazit bei Twitter war dementsprechend eindeutig:

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