"Mord auf Langeoog" knackt die Zehn-Millionen-Marke

Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) hatten in ihrem zweiten Tatort einen "Mord auf Langeoog" zu lösen.

Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) hatten in ihrem zweiten Tatort einen "Mord auf Langeoog" zu lösen. © NDR/Boris Laewen

25.11.2013 · von Tobias Frauen

Nachdem schon Stoever und Brockmöller einst auf Scharhörn und Neuwerk ermittelten, verschlug es den neuen Kommissar Thorsten Falke nun nach Langeoog. Bemerkenswert ist daran vor allem, dass der NDR schon im zweiten Fall für das neue Team das angestammte Revier der Figuren verlässt und solch ein Experiment wagt. Der Lohn dafür ist eine exzellente Quote von 29,5 % und 10,74 Millionen Zuschauer (14-49: 3,46 Mio.; 24,1%). Das sind noch einmal knapp 700.000 Fans mehr als beim ersten Falke-Tatort. Auch wenn im Vorfeld einige Kritiker nicht allzu begeistert waren, schalteten überdurchschnittlich viele Zuschauer ein. Bei Twitter und Facebook war die Resonanz allerdings gemischt, nicht alle fanden die Geschichte überzeugend. Die Figuren allerdings haben schon jetzt jede Menge Fans, und es werden immer mehr!

Wir kennen Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) bislang nur aus ihrem ersten Tatort "Feuerteufel". Doch auch wenn man dort nur einzelne Aspekte der beiden Figuren vergeführt bekam, wirken sie doch schon jetzt seltsam vertraut. Man erwartete die üblichen Mittel und Wege, um die neuen Ermittler gewissermaßen vorzustellen: Zwei bis drei Fälle, in denen diverse Details zur Persönlichkeit und Vergangenheit ans Licht kommen. Davon hat sich "Mord auf Langeoog" nahezu völlig freigemacht, und doch hat man das Gefühl Falke und Lorenz schon zu kennen. Ein Beleg dafür, dass die beiden Ermittler runde und natürliche Figuren sind, ohne dabei aber langweilig und voraussehbar zu sein.

Falke ist ein großer Wurf für den Tatort

Die Geschichte in "Mord auf Langeoog" war solide Krimi-Kost, die durch den abgeschlossenen Raum quasi zum Kammerspiel wurde. Wortkarge Friesen, umstürmte Dünen und viele schöne Aufnahmen konnte man da erwarten und wurde nicht enttäuscht. Hoch anzurechnen ist es den Autoren, dass die Inselbewohner nicht zum wandelnden Ostfriesen-Witz gemacht wurden, sondern unaufgeregt ihren Platz in der Story fanden. Dass die Lösung schlussendlich auf einem arg konstruierten Zufall basierte, sei deswegen verziehen.

"Mord auf Langeog" macht Lust auf mehr Thorsten Falke. Der coole Großstadt-Cowboy aus dem ersten Fall hat damit mehr Tiefe bekommen, als sich andere Ermittler nur erträumen können. Der dritte Fall wurde gerade in Wilhelmshaven abgedreht, anschließend soll Falke angeblich sogar bundesweit ermitteln. Offenbar haben die Tatort-Macher erkannt, welch großer Wurf ihnen hier gelungen ist!

Im Vorfeld des Tatortes hatten wir die Gelegenheit, Wotan Wilke Möhring zu treffen und mit ihm über Thorsten Falke, den neuen Fall und den Tatort an sich zu sprechen. Hier geht es zu Teil 1 des Interviews, hier zum zweiten Teil!

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