Kiel-Tatort holt trotz Schwächen Rekord-Quote

Im Tatort "Borowski und das Meer" suchen der Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) unter Wasser nach der Lösung.

Im Tatort "Borowski und das Meer" suchen der Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) unter Wasser nach der Lösung. © NDR/Christine Schroeder

04.04.2014 · von Tobias Frauen

UPDATE: Wie der NDR mitteilt, haben sogar 10,02 Millionen Zuschauer "Borowski und das Meer" gesehen statt der ursprünglich ermittelten 9,99 Millionen. Grund für die Änderung sind diejenigen, die den Kiel-Tatort aufgezeichnet und innerhalb von drei Tagen angeschaut haben.

Ursprüngliche Meldung:

Und wieder was gelernt: "Seltene Erden" finden sich nicht im Blumenkasten, sondern im Meer und sind äußerst wichtig für die Produktion von Handys. So wichtig, dass skrupellose Geschäftsfrauen im Ursula-von-der-Leyen-Look (Karoline Eichhorn) dafür von Hitler-Imitatoren morden lassen. Das meiste davon gab Star-Autor Frank Schätzing als Erklär-Bär zum Besten, dessen Gast-Auftritt nicht nur Kommissar Borowski (Axel Milberg) ratlos hinterließ. Außerdem blieb die eigentlich sehenswerte Nicolette Krebitz vor allem dadurch im Gedächtnis, dass sie - nur Sekunden nach der Todes-Nachricht ihres Film-Ehemannes - sich ein Käsebrot schmierte und dem Kieler Kommissar das Konzept der "Troststulle" erläuterte.

Der Tatort "Borowski und das Meer" wollte an die zuletzt immer starken Krimis aus Kiel anknüpfen, verlor sich allerdings streckenweise im (zu großen) Anspruch. Doch alle Kritik ist Jammern auf hohem Niveau, denn auch ein durchschnittlicher Tatort aus Kiel wie dieser ist noch um Welten besser als viele andere Ermittler. Klaus "Trophobie" Borowski ist auch nach über zehn Jahren noch immer eine spannende Figur und kann überraschen. Leider blieb seine Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) dieses Mal weit unter ihren Möglichkeiten und beschränkte sich auf pubertäres Geflirte mit fernen Staatsanwälten und bloßes Stichwort-Geben.

Doch mit 9,99 Millionen Zuschauern (Anteil: 28,4 %) holte "Borowski und das Meer" die beste Kieler Quote bislang (14-49: 3,1 Mio.; 23,1%). Damit geht die Rekord-Jagd der letzten Wochen weiter, in denen schon die Teams aus Leipzig und Bremen ihre Bestwerte erzielten und regelmäßig die Zehn-Millionen-Marke geknackt wurde.

Bei Twitter sind traditionell viele Borowski-Fans unterwegs, doch dieser Kiel-Tatort konnte nicht ganz überzeugen. Vor allem der groß angekündigte Gast-Auftritt von Öko-Autor Frank Schätzing wurde mit Häme überzogen:

Eingesperrt? Borowski und Brandt überbrücken die Wartezeit mit einer unfreiwillig komischen Gesangseinlage, die ungute Erinnerungen wachruft.

Die Wendungen der Geschichte brachten einige Stilblüten hervor:
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