Tatort: Freies Land

Freies Land
Tatort Infos
Episode
1061
Ermittler
Sender
BR
Erstausstrahlung
03.06.2018
Tatort bewerten
Bewertung Übermittlung Ihrer Stimme...
Tatort: Tatort: Freies Land (1061) aus München - Tatort-Blog
3.7 / 51
Anzahl bisheriger Bewertungen: 71
Klick auf die Sterne, um Deine Bewertung abzugeben.

Die Handlung

"Wir zwei jenseits der S-Bahn. Wann war’n mir des schon mal?" fragt Leitmayr Batic, als der zögert, die sechs Stunden gemeinsame Autofahrt hin und zurück nach Traitach auf sich zu nehmen. Die Spur im Fall des tot aufgefundenen Florian Berg führt ins gefühlte Nirgendwo, einen heruntergekommenen Ort im niederbayrischen Grenzgebiet, wo auf einem alten Hof eine Gruppe Menschen zusammenlebt, die sich von der Bundesrepublik losgesagt und ihr Land zum eigenen Staatsgebiet erklärt hat. Unter ihrem Anführer Ludwig Schneider betreiben die "Freiländer" ein Callcenter, in dem jeder Deutsche fachkundig Rat und Unterstützung bekommt, der mit Behörden "der sogenannten Bundesrepublik" Ärger hat.

Zu den Freiländern gehören u.a. die alleinerziehende Lene mit ihrer blinden Tochter Maria, Roland, Klaus, sowie Gustl mit seinen Söhnen Luis und Max. Auch der tote Florian gehörte den Freiländern an. Er war für die Buchhaltung zuständig, bis er sich mit Ludwig heftig zerstritt und zurück zu seiner Mutter nach München ging. Diese fand den Sohn bald darauf mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Badewanne. Nicht gefunden wurde die Tatwaffe. Die Mutter beschuldigt Ludwig und seine Leute. Aber wenn Florian den Freiländern im Weg war und diese einen Mord wie Selbstmord aussehen lassen wollten, wieso wurde dann die Tatwaffe nicht entsprechend am Tatort deponiert? Die Ermittlungen führen Batic und Leitmayr raus aus München, mitten in ein Geflecht aus merkwürdigen Abhängigkeiten und Allianzen.

Sie treffen auf Ludwig und seine Leute, aber die Befragungen ergeben nichts. Sie kommen keinen Millimeter voran. Eigentlich wollten sie noch am selben Tag zurück, doch dann bleiben sie - als einzige Gäste im Traitacher Gasthaus „Zum alten Eber“, wo selbiger ausgestopft an der Wand hängt. Früher, erzählt der Gasthausbesitzer Alois, habe der Eber die ungezogenen Kinder im Dorf gefressen. Erst die Füße, damit sie nicht mehr weglaufen konnten, und dann den Rest. Von seinem Jägerstand aus beobachtet er täglich das Treiben der Freiländer wie einen seltsamen Zirkus. Mit Ludwig Schneider verbinden ihn eine Geschäftsbeziehung und ein Geheimnis, von dem er auch den Kommissaren nicht erzählt. So landen Batic und Leitmayr am Ende des Tages halbverhungert an einer kleinen Tankstelle, bei der es noch Wurst aus dem Automaten gibt. Auch der nächste Tag bringt sie nicht weiter.

Der imposante Zaun, mit dem die Freiländer sich abschirmen, existiert auch in den Köpfen. Der polizeiliche Status der Ermittler aus München gilt nichts. Der zuständige Staatsanwalt hat schon lange resigniert und der Leiter der Traitacher Polizei-Dienststelle Mooser verweist auf die bereits angesammelten Aktenberge zu Anzeigen wegen Hausfriedensbruch, Beamtenbeleidigungen, Fahren mit falschen Kennzeichen und diversen Dienstaufsichtsbeschwerden sowie Urkundenfälschungen. Er will keine weiteren Scherereien! Hält sich lieber raus und isst im „Alten Eber“ seinen mittäglichen Schweinsbraten. In der Auflösung dieses Falls finden sich Batic und Leitmayr im wahrsten Sinne allein auf weiter Flur...

Die Schauspieler

Franz Leitmayr
© BR/Bernd Schuller
Franz Leitmayr
Udo Wachtveitl
Ivo Batic
© BR/Bernd Schuller
Ivo Batic
Miroslav Nemec
Max
© NDR/Christine Schröder
Max
Ben Münchow
Noch kein Bild vorhanden.
Klaus
Simon Zagermann
Noch kein Bild vorhanden.
Luis
Sebastian Griegel
Noch kein Bild vorhanden.
Maria
Vreni Bock
Noch kein Bild vorhanden.
Roland
Thorsten Krohn
Noch kein Bild vorhanden.
Alois
Peter Mitterrutzner
Lene
© HR
Lene
Anja Schneider
Noch kein Bild vorhanden.
Ludwig Schneider
Andreas Döhler
Kalli Hammermann
© BR/Bernd Schuller
Kalli Hammermann
Ferdinand Hofer
Noch kein Bild vorhanden.
Mooser
Sigi Zimmerschied

Die Filmcrew

Regie: Andreas Kleinert
Drehbuch: Holger Joos
Kamera: Johann Feindt

Zuschauer und Quoten

Quote bei der Erstausstrahlung: 25,2% (7,65 Mio. Zuschauer).
Unter allen Tatorten ist das der 476. Platz (274. Platz seit 1990).
Unter allen Tatorten aus München ist es der 52. Platz (28. Platz seit 1990).

Durch das Privatfernsehen seit Mitte der 1980er Jahre und die Deutsche Wiedervereinigung sind die Quoten neuerer Tatorte mit den alten Folgen nur bedingt vergleichbar. Neben der absoluten Platzierung weisen wir bei neueren Tatorten daher auch den Platz seit 1990 aus.

News zum Tatort: "Freies Land"

 > 
 > 
 > 
Tatort-Blog.de