Tatort Paradies
Paradies

Moritz Eisner und Bibi Feller haben gerade einen Fall abgeschlossen und wollen zurück nach Wien. Doch dann ereilt sie die Nachricht, dass Bibis Vater im Sterben liegt. Gemeinsam mit Moritz Eisner macht sie sich auf den Weg in das Altersheim in der Steiermark...

Do
18.01.
20:15
WDR

Aktuelle News zum Tatort

Tatort Berlin: Drehstart für "Tiere der Großstadt" mit Mark Waschke, Stephanie Stappenbeck und Meret Becker, hier mit Regissuer Roland Suso Richter.
Drehstart 17. Januar 2018

Zwei Mordfälle beschäftigen Nina Rubin und Robert Karow. Eines haben die Opfer gemeinsam: Sie lebten in unglücklichen Ehen.


Zwei Tatort-Fälle aus dem vergangenen Jahr haben Chancen auf den Grimme-Preis.
17. Januar 2018

Zwei Tatort-Fälle von 2017 haben Chancen auf den Grimme-Preis: "Stau" aus Stuttgart" und "Borowski und das Fest des Nordens" aus Kiel.


Tatort Wien: Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) bleiben ein Team - zum Glück!
Wie wars? 15. Januar 2018

Der Fall war zwar ein kleine bisschen überzogen, doch bei Bibi und Moritz macht das nichts. Mit solider Spannung und großartigen Dialogen punktet der Tatort aus Wien.


Tatort Wien: Ein Serienmörder hinterlässt Leichen in wilden Arrangements.
Kreuzverhör 12. Januar 2018

Fellner und Eisner müssen einem Täter auf die Spur kommen, der keinerlei Spuren hinterlässt, dafür umso grausamere Leichen.


Tatort "Kopper": Ein würdiger Abschied für Andreas Hoppe alias Mario Kopper vom Tatort Ludwigshafen.
Wie wars? 08. Januar 2018

Stark wie sehr, sehr lange nicht: Mit dem Mafia-Drama "Kopper" zum Abschied von Andreas Hoppe holt Ludwigshafen eine super Quote und gute Kritiken.


Tatort "Kopper": Ein würdiger Abschied für Andreas Hoppe alias Mario Kopper vom Tatort Ludwigshafen.
Kreuzverhör 05. Januar 2018

Andreas Hoppe alias Mario Kopper wird standesgemäß mit einem Mafia-Fall verabschiedet. Mal wieder ein solider Fall aus Ludwigshafen.


Tatort Saarbrücken: Der vorletzte Auftritt von Devid Striesow alias Jens Stellbrink
Wie wars? 02. Januar 2018

Pessimistischer kann das Jahr nicht starten: Der Tatort aus Saarbrücken erntet trotz solider Quote Häme und Kritik.


Tatort Saarbrücken: Auch Hauptdarsteller Devid Striesow alias Jens Stellbrink ist skeptisch
Kreuzverhör 28. Dezember 2017

"Mord Ex Machina" ist inhaltlich und spielerisch ebenso mies wie die meisten Stellbrink-Tatort. Die Botschaft am Ende macht dann aber fassungslos.


28. Dezember 2017

Von Kiel bis Luzern, von Köln bis Dresden: Wir zeigen, auf welche neuen Tatorte Ihr Euch im neuen Jahr freuen könnt!



Der Tatort - eine deutsche Institution am Sonntagabend

Die Geschichte der ARD-Krimireihe begann bereits im Jahr 1970. Seit der ersten Folge "Taxi nach Leipzig" hat sich der Tatort nicht nur einen Stammsendeplatz am Sonntagabend in der ARD erhalten. Er ist zu einer Institution im deutschen Fernsehen geworden. In bislang über 1000 Folgen hat der Krimi viele illustre Charaktere hervorgebracht. Da sind etwa Kommissar Trimmel und der Fahnder Kressin aus den Anfangsjahren. Oder Highlights wie die Kommissare Bienzle, Palu und das Ermittlerduo Schimanski und Thanner. Auch aktuelle Ermittler wie etwa die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk oder das ungleiche Paar Kommissar Frank Thiel und Gerichtsmediziner Professor Boerne aus Münster haben ihre Fans. In seiner langen Geschichte hat der Tatort unzählige Preise erhalten, darunter mehrfach den begehrten Adolf-Grimme-Preis.

Doch nicht immer war der Tatort unumstritten. Zeitweilig trennte er gar die öffentliche Meinung in tief gespaltene Lager. So zum Beispiel bei der legendären Folge "Reifezeugnis" von 1977. Einige Zuschauer feierten den Film von Wolfgang Petersen als Meisterwerk. Andere jedoch verfielen in helle Aufregung, da hier Nacktszenen mit der gerade einmal 15-jährigen Nastassja Kinski zu sehen waren. Auch in der jüngeren Vergangenheit konnte der Tatort nicht alle überzeugen. So wird der Tatort aus Münster bei der Fangemeinde sehr unterschiedlich bewertet. Die Befürworter freuen sich über die skurrilen Charaktere und loben, dass die Folgen neuen Schwung in die Reihe bringen, während die Gegner die westfälischen Krimis als Klamauk abtun.

Legendäre Kommissare, skurrile Nebenfiguren, Stars vor und hinter der Kamera

In der Anfangszeit ermittelten die Kommissare meist allein. Mit Schimanski und Thanner wurde dann 1981 das erste Ermittlerteam ins Bild gebracht. Das Format setzte sich durch und seitdem gehen immer mehr Tatort-Ermittler zu zweit auf Verbrecherjagd. Neben Götz George als Schimanski und seinem Kollegen Thanner aus Duisburg erfreuten sich zum Beispiel die Kommissare Brockmöller / Stoever von der Mordkommission Hamburg (bis 2001) oder Batic und Leitmayr aus München großer Beliebtheit in der Fangemeinde. Die Paarungen Odenthal / Kopper aus Ludwigshafen, Thiel / Boerne aus Münster oder Hauptkommissar Borowski aus Kiel haben ebenfalls viele Anhänger. Alleine fühlen heute nur noch sehr wenige Ermittler den Verbrechern auf den Zahn. Darunter ist die durchaus beliebte Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover.

Zum großen Erfolg der Tatorte tragen aber nicht nur die Hauptdarsteller bei. Auch die zum Teil abstrus überzeichneten Nebenfiguren haben viele treue Anhänger. Hier ist zuallererst wieder der Tatort aus Münster zu nennen. Mit der ketterauchenden Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, der süßen Assistentin Nadeshda Krusenstern und dem Alt-68er Herbert Thiel hat er für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ebenfalls sehr beliebt sind die Staatsanwältin Emilia Alvarez und die Assistentin Nika Banovic aus Stuttgart oder der ehemalige Assistent Lutz Weber aus Berlin.

In der Geschichte des Tatorts haben auch immer wieder Gastauftritte für Abwechslung, Spannung und Komik gesorgt. So war etwa der damalige Fußball-Bundestrainer Berti Vogts in einer kleinen Gastrolle zu sehen, in der er sich rührend um ein entlaufenes Kaninchen sorgte. DFB-Präsident Theo Zwanziger war auch schon in einer Folge dabei. Ebenso Steffi Jones, damals Koordinatorin der Frauenfußball-WM in Deutschland. Auch hinter der Kamera war viel Prominenz am Werk. Allen voran Star-Regisseur Wolfgang Petersen, der zunächst den Kieler Tatort drehte und später mit Filmen wie "Das Boot", "Air Force One" oder "Troja" zu Weltruhm gelangte.

Was macht den Tatort so beliebt?

Der Tatort ist nicht die einzige Krimireihe im deutschen Fernsehen. Doch sie steht auf der Beliebtheitsskala der Zuschauer nach wie vor ganz oben. Andere Formate wie der Polizeiruf 110, der ebenfalls in der ARD ausgestrahlt wird, oder die amerikanische Krimiserie CSI können da nicht mithalten. Der Tatort erreicht am Sonntagabend Folge für Folge über sieben Millionen Zuschauer, was einer Quote von etwa zehn Prozent entspricht. In den 1970er Jahren, als es noch kein Privatfernsehen gab, hatte der Tatort sogar über 25 Millionen Zuschauer. Das entsprach einem Marktanteil von 70 Prozent. Obwohl der Tatort von den verschiedenen Sendeanstalten der ARD, dem Österreichischen Fernsehen ORF und dem Fernsehen der Schweiz SRF produziert wird, hat sich ein einheitliches Format etabliert. Das dürfte ebenfalls zur Beliebtheit der Krimis beigetragen haben. So haben sich die Autoren beispielsweise fast ausnahmslos daran gehalten, dass die Ermittler bereits innerhalb der ersten zehn Minuten die Leiche finden.

Beim jeweiligen Thema geht es jedoch in die Breite. Einige Tatorte orientieren sich an aktuellen gesellschaftlichen Problemen oder üben Sozialkritik. Andere Tatorte drehen sich um lokale Besonderheiten oder schlicht um einen spannenden Fall.

Die Zukunft des Tatorts

Wenn es nach den Zuschauern geht, dann wird uns der Tatort in der ARD noch lange erhalten bleiben. Um die Popularität noch weiter zu steigern, setzen die Sender seit einiger Zeit verstärkt auf Prominenz und Star-Schauspieler. Nach dem Abgang des beliebten Hamburger Ermittlers Batu wurde zum Beispiel mit Wotan Wilke Möhring (Hauptkommissar Thorsten Falke) ein neues Schwergewichte für die Krimireihe verpflichtet. Vom international erfolgreichen Til Schweiger (als Tatortkommissar Nick Tschiller) ganz zu schweigen. Und mit Nora Tschirner und Christian Ulmen haben zwei weitere Kinostars das Tatort-Team (Einsatzort Weimar) verstärkt.

Einen immer höheren Stellenwert nehmen auch die neuen Medien ein. So sind die Folgen seit einigen Jahren gleich nach der Erstausstrahlung im Fernsehen auch in der ARD Mediathek im Internet verfügbar. In einigen Tatorten konnten die Zuschauer sogar in einem eigens entwickelten Onlinespiel den wahren Täter ermitteln. Viele Zuschauer sehen heute den Tatort und nutzen gleichzeitig Social Media Seiten wie Twitter oder Facebook, um sich über das Geschehen auszutauschen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Wir dürfen gespannt sein, wie sich der Tatort in dieser Richtung weiterentwickelt.

Weitere Informationen: Offizielle Seite der ARDWikipedia

Tatort-Blog.de