Unfreiwillige Statisten gefunden: Tatort Weimar kann gesendet werden

Die unfreiwilligen Nebendarsteller sind gefunden: jetzt kann der Tatort Weimar mit Nora Tschirner und Christian Ulmen gesendet werden.

© MDR/Andreas Wünschirs

Die unfreiwilligen Nebendarsteller sind gefunden: jetzt kann der Tatort Weimar mit Nora Tschirner und Christian Ulmen gesendet werden.
31.05.2013 · von

Am 26. Dezember 2013 soll es soweit sein: der erste Tatort aus Weimar flimmert über die Bildschirme. Doch lange Zeit war unklar, ob der Tatort in seiner ursprünglichen Form überhaupt gesendet werden darf.

Nach Ulrich Tukur in Wiesbaden und Til Schweiger in Hamburg hat der Tatort mit den beiden Hauptdarstellern Nora Tschirner und Christian Ulmen die nächsten Kinostars für den Kult-Krimi rekrutiert. Doch nicht die Hauptdarsteller machten beim Dreh der ersten Episode vom Tatort Weimar Probleme, sondern die Nebendarsteller. Unfreiwillige Nebendarsteller. Als am 5. April einige Szenen auf dem Weimarer Marktplatz gedreht wurden, gerieten vorbeigehende Passanten in die Schusslinie der Kamera. Jeder Darsteller muss jedoch gefragt werden, ob sein Gesicht im Fernsehen gezeigt werden darf. Bei den regulären Schauspielern und Komparsen ist das kein Problem, denn die haben vor Drehbeginn einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

Gesucht: Dame mit Bratwurst

Anders war es jedoch bei den zufällig ins Bild geratenen Personen. Ohne deren Einwilligung hatte Regisseurin Franziska Meletzky die Szenen nicht verwenden dürfen. Die waren aber offenbar so gut geraten, dass Frau Meletzky sie unbedingt verwenden wollte. Also begann die Großfahndung nach den Passanten. Der MDR, zahlreiche Zeitungen und Blogs berichteten über die Suchaktion. So wurde zum Beispiel nach einer „Dame mit blonden Strähnchen im Haar“ gesucht. Weiteres Merkmal: „Sie isst eine Bratwurst“. Auch nach zwei blonden, schlanken Jugendlichen wurde gesucht, die offenbar gerade viel Spaß hatten. Und dann war da auch noch die „junge Frau mit dicker weißer Jacke und weißem Schal, die sehr intensiv ihr Handy bearbeitet“.

Hälfte der fraglichen Szenen sind gerettet

Jetzt können Regisseurin und MDR aufatmen, denn es gelang ihnen, 18 der insgesamt 30 gesuchten Personen ausfindig zu machen. Damit könne über die Hälfte der fraglichen Szenen nun verwendet werden. Auch wenn diese Aktion viel Wirbel und Aufwand verursachte, war sie den Produzenten im Nachhinein gar nicht so unlieb. Immerhin wurde bundesweit schon lange vor der Ausstrahlung über den Tatort Weimar berichtet. Und auch die Statisten können sich freuen, denn: „Sie sehen sich am 26. Dezember 2013 im Tatort!“, wie der MDR in seinem Suchaufruf die Passanten lockte.

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