Terror-Tatort aus Dortmund wird verschoben

Ein Anschlag in der Dortmunder Innenstadt: Wegen der Ähnlichkeiten zum Berliner Anschlag wurde der Tatort "Sturm" verschoben.

© WDR/Frank Dicks

Ein Anschlag in der Dortmunder Innenstadt: Wegen der Ähnlichkeiten zum Berliner Anschlag wurde der Tatort "Sturm" verschoben.
28.12.2016 · von

UPDATE:

Noch eine Programmänderung: Aus organisatorischen Gründen zeigt Das Erste am 1. Januar doch nicht den Tatort "Söhne und Väter" aus Saarbrücken, sondern den Rostocker Polizeiruf "Angst heiligt die Mittel". Der Saar-Tatort wird auf den ursprünglich geplanten Sendetermin am 29. Januar zurückgeschoben, für den Dortmunder Fall "Sturm" wird ein ganz neuer Termin gesucht.

Ursprüngliche Meldung:

Ein Auto rast auf eine Gruppe von Polizisten zu, erst im letzten Moment wird das Fahrzeug von einem Kugelhagen gestoppt. Der schwer verletzte Fahrer jedoch kann noch "Allahu Akbar" rufen und lässt die Bombe im Kofferraum detonieren. Die komplette Umgebung wird zerstört, viele Polizisten sind verletzt oder tot.

Das ist die letzte Szene im neuen Dortmund-Tatort "Sturm", der eigentlich am Neujahrs-Abend laufen sollte. Doch wegen der Parallelen zum Anschlag in Berlin wurde der Film nun verschoben. Der Film tauscht den Sendeplatz mit dem Fall "Söhne und Väter" aus Saarbrücken und läuft nun am 29. Januar. Zunächst hatte es geheißen, der Tatort werde trotz des Hintergrundes wie geplant ausgestrahlt, bei genauerer Betrachtung hat man sich dann aber doch umentschieden.

Der Programmdirektor Volker Herres begründet die Entscheidung so: "'Sturm' ist ein hochspannender Tatort des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet: mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wecken. Natürlich muss ein Tatort nah an gesellschaftlichen Realitäten sein. Aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen Tatort nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen."

 

 

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