Tatort Münster stellt eigenen Quoten-Rekord ein

Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan Josef Liefers) suchen den "Hammer".

© WDR/Martin Menke

Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan Josef Liefers) suchen den "Hammer".

"Der Hammer" geht als selbsternannter Rächer gegen korrupte Machenschaften vor!

© WDR/Martin Menke

"Der Hammer" geht als selbsternannter Rächer gegen korrupte Machenschaften vor!

Bruno Vogler (Frank Zander) plant in Münster ein Großbordell...

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Bruno Vogler (Frank Zander) plant in Münster ein Großbordell...

...und gerät ins Visier des "Hammers".

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...und gerät ins Visier des "Hammers".

Auch Bauunternehmer Öhrie ist schon vom mysteriösen Rächer umgebracht worden.

© WDR/Martin Menke

Auch Bauunternehmer Öhrie ist schon vom mysteriösen Rächer umgebracht worden.

Wer ist der nächste auf der Liste? Die Münsteraner Kommissare finden schnell heraus, dass...

© WDR/Martin Menke

Wer ist der nächste auf der Liste? Die Münsteraner Kommissare finden schnell heraus, dass...

...auch der Landrat (Stephan Schwartz) in die dubiosen Geschäfte verstrickt ist.

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...auch der Landrat (Stephan Schwartz) in die dubiosen Geschäfte verstrickt ist.

Gegen die "Waikiki-Oase" regt sich großer Widerstand.

© WDR/Martin Menke

Gegen die "Waikiki-Oase" regt sich großer Widerstand.

Vadder Thiel (Claus D. Clausnitzer) ist natürlich ganz vorne mit dabei.

© WDR/Martin Menke

Vadder Thiel (Claus D. Clausnitzer) ist natürlich ganz vorne mit dabei.

Der Kommissar taucht währenddessen in die Welt der Superhelden ein, nachdem...

© WDR/Martin Menke

Der Kommissar taucht währenddessen in die Welt der Superhelden ein, nachdem...

...Alberich einige Comics zum Spottpreis besorgen konnte.

© WDR/Martin Menke

...Alberich einige Comics zum Spottpreis besorgen konnte.

Boerne hat es vor allem die Mordwaffe angetan.

© WDR/Martin Menke

Boerne hat es vor allem die Mordwaffe angetan.

Um den Tathergang zu beweisen, müssen ein paar Schweine dran glauben.

© WDR/Martin Menke

Um den Tathergang zu beweisen, müssen ein paar Schweine dran glauben.

Zu allem Überfluss lässt sich ein Undercover-Einsatz im Tennisclub nicht vermeiden.

© WDR/Martin Menke

Zu allem Überfluss lässt sich ein Undercover-Einsatz im Tennisclub nicht vermeiden.
14.04.2014 · von

War ja klar: Der Münster-Tatort "Der Hammer" macht weiter mit der Rekord-Jagd und erreichte 12,78 Millionen Zuschauer. Damit schrammt er ganz knapp an einer neuen Bestmarke vorbei, der Marktanteil von 35 % ist jedoch die beste Münsteraner Quote aller Zeiten (14-49: 3,85 Mio.; 28,2 %) und die beste Quote overall sei einem Ehrlicher-Tatort von 1992. Boerne und Thiel spielen eh schon fast in einer eigenen Liga, weil sie auch Nicht-Tatort-Fans zur ARD locken und - im Gegensatz zu beispielsweise Til Schweiger - kollektiv geliebt werden. Jeder neue Tatort aus Münster wird sehnsüchtig erwartet und euphorisch angekündigt, zum 25. Fall war der Hype gefühlt noch ein bisschen größer.

Doch im Gegensatz zu einigen seiner Vorgänger konnte "Der Hammer" Quote und größtenteils überragende Kritik durchaus rechtfertigen. Lakonischer Humor und eine Art sarkastische Grundstimmung über 90 Minuten sind an die Stelle getreten, wo sich früher eine Abfolge von Gags durch eine fast nebensächliche Handlung zog. Die neue Ausrichtung, wenn man es denn so nennen will, steht dem Münster-Tatort gut. Die Antagonisten Thiel und Boerne, die Witzchen über Alberichs Körpergröße - all das wirkte zuletzt sehr gewollt und wie eine permanente Selbstreferenzierung. Nach dem Motto: Das gehört dazu, das erwarten die Zuschauer.

Doch Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume, der einige der besten Frankfurt-Tatorte gedreht hat, hat den Mut, sich ein Stück weit von den immer gleichen Zutaten eines Tatortes aus Münster zu entfernen. Er lässt Frank Zander als Bilderbuch-Zuhälter früh sterben, anstatt dessen gockelhaftes und sicherlich komisches Gehabe auszuwälzen. Stattdessen gibt es kleine Perlen wie Boernes (Jan Josef Liefers) Baumarkt-Besuch oder Thiel (Axel Prahl) in Tenniskleidung, die für sich äußerst unterhaltsam sind.

Gemeinsam mit den glänzend aufgelegten Darstellern und einer einigermaßen sinnvollen Story wird "Der Hammer" so zu einem Tatort, der dem Ruf der Münsteraner Kommissare gerecht wird. 

Auch bei Twitter kam "Der Hammer" fast durchweg gut an.

Gleich zu Beginn gab es große Aufregung: Der Tatort wagt es, im Vorspann eine verhasste Web-1.0-Schriftart zu verwenden.

Doch die - nunja - eindrucksvolle Todesszene zu Beginn versöhnte die meisten wieder mit dem Tatort:

Wer sich Sorgen machte, dass der gehypte Gaststar peinlich wird, wurde durch dessen frühen Tod beruhigt.

Zwischenzeitlich war auf Twitter so viel los, dass man sich Sorgen um die Rezeptionsfähigkeit der Zuschauer machen musste.

Nebenbei entdeckte so Mancher versteckte Medienkritik...

Und unterm Strich...

 

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