Tatort "Die Wiederkehr": Grusel, Zweifel, Mitleid, Hass

Fiona (Gro Swantje Kohlhof) verschwand vor zehn Jahren spurlos.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Fiona (Gro Swantje Kohlhof) verschwand vor zehn Jahren spurlos.

Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) können es kaum glauben...

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) können es kaum glauben...

...als Fiona plötzlich wieder bei ihren Eltern vor der Tür steht.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

...als Fiona plötzlich wieder bei ihren Eltern vor der Tür steht.

Ihre Familie ist überglücklich, das Mädchen wieder zu Hause zu haben. Doch Inga Lürsen hat ihre Zweifel...

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Ihre Familie ist überglücklich, das Mädchen wieder zu Hause zu haben. Doch Inga Lürsen hat ihre Zweifel...

...ob es tatsächlich die echte Fiona ist. Inga verdächtigte damals den Vater, das Mädchen getötet zu haben. Daraufhin beging er Selbstmord...

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

...ob es tatsächlich die echte Fiona ist. Inga verdächtigte damals den Vater, das Mädchen getötet zu haben. Daraufhin beging er Selbstmord...

...was ihr Fionas Mutter Silke (Gabriela Maria Schmeide) nie verziehen hat.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

...was ihr Fionas Mutter Silke (Gabriela Maria Schmeide) nie verziehen hat.

Inga Lürsen glaubt nicht, dass das neue Familienmitglied die echte Fiona ist.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Inga Lürsen glaubt nicht, dass das neue Familienmitglied die echte Fiona ist.

Die Ermittler recherchieren und können einige interessante Details ans Licht bringen.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Die Ermittler recherchieren und können einige interessante Details ans Licht bringen.

Auch für Fionas Schwester Kathrin (Amelie Kiefer) ist noch nicht klar, ob Fiona tatsächlich ihre Schwester ist.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Auch für Fionas Schwester Kathrin (Amelie Kiefer) ist noch nicht klar, ob Fiona tatsächlich ihre Schwester ist.

Dann taucht plötzlich Klaas (Tilman Strauß) auf, beseitigt die Spuren aus der Vergangenheit...

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Dann taucht plötzlich Klaas (Tilman Strauß) auf, beseitigt die Spuren aus der Vergangenheit...

...und bedroht Fiona. Können die Ermittler noch rechtzeitig einschreiten?

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

...und bedroht Fiona. Können die Ermittler noch rechtzeitig einschreiten?
16.03.2015 · von

Was für ein Gruselfilm! Eine packende Geschichte, fesselnd erzählt und inszeniert - und wahnsinnig gute Schauspieler. Das war das Erfolgsrezept für den Bremer Tatort "Die Wiederkehr".

Die tolle Story der beiden Drehbuchautoren Matthias Tuchmann und Stefanie Veith wies einige Lücken in der Logik auf, ok. Aber darüber kann gerne hinweggesehen werden, denn die Zuschauer waren ständig hin- und hergerissen zwischen Ekel, Misstrauen und Mitgefühl. Da war dann völlig unerheblich, warum die Polizei immer sofort am richtigen Campingplatz nach den Verdächtigen sucht oder wie der fiese Lover die Adresse von Fionas Familie herausbekommen hat.

Die teils krassen Bilder (Regie: Florian Baxmeyer, Kamera: Peter Joachim Krause) wurden von den drastischen Schilderungen der jungen Fiona umspült, die über ihren Missbrauch und ihre Erfahrungen in der Wohnwagen-Pädophilenszene berichtete. Doch über allem schwebte ständig die Frage: Ist das Mädchen echt oder hat sie sich alles nur ausgedacht? Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.

Episodenrollen und Hauptdarsteller top

Das ist vor allem das Verdienst der sehr guten Schauspieler in diesem Tatort. Allen voran Gro Swantje Kohlhof in der Rolle der Fiona. Selten schwankte eine Figur so intensiv zwischen den Gegensätzen, der berechnenden Manipulation auf der einen, der Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit auf der anderen Seite. Chapeau! Ein eindrucksvolles und ausdrucksstarkes Spiel boten auch Gabriela Maria Schmeide als Fionas Mutter Silke Althoff und Amelie Kiefer als ihre Schwester Kathrin. Angst, Verzweiflung, Misstrauen und Sehnsucht waren in ihren Gesichtern praktisch mit Händen zu greifen.

 

Und nicht zu vergessen die beiden Hauptdarsteller Sabine Postel (als Inga Lürsen) und Oliver Mommsen (Nils Stedefreund). Wo bei anderen Tatort-Stammbesetzungen so langsam die Luft raus zu sein scheint (Bodensee, Ludwigshafen) werden die beiden Bremer Kommissare von Fall zu Fall besser. Und dabei ist es schon der 31. Fall für Inga Lürsen seit ihrer ersten Folge "Inflagranti" von 1997 - Kollege Stedefreund ist seit 2001 dabei ("Eine unscheinbare Frau"). Ein großes Lob an den produzierenden Sender Radio Bremen für die treffsichere Auswahl der packendsten Drehbücher.

Beste Quote für Lürsen/Stedefreund

Mit 10,61 Millionen Zuschauern und somit einem Marktanteil von 28,9% stellte der Tatort erwartungsgemäß das Alternativprogramm weit in den Schatten. Für den Bremer Tatort mit Inga Lürsen und Nils Stedefreund war es zudem die beste Einschaltquote überhaupt. Nach den vielen positiven Reaktionen auf den Film dürften in den Wiederholungen und im Abruf über die Tatort-Mediathek sicherlich noch einmal eine ganze Menge dazukommen.

Dank der sehr positiven Bewertungen der Tatort-Blog Leser schaffte es "Die Wiederkehr" in unserer Rangliste auf Anhieb auf Platz 3 der besten Tatorte aller Zeiten. Das ist eine Momentaufnahme und kann sich noch deutlich verändern. Der bislang beste Tatort 2015 war es auf jeden Fall.

Die besten Tweets zum Tatort "Die Wiederkehr"

Was gestern Abend bei Twitter los war haben wir euch wie immer in den Highlights zusammengefasst:

Erst einmal wurde über die Teenies gelästert. Wie sich das gehört.

Je ruhiger der Twitter, desto besser der Tatort. Und heute herrschte online zeitweise Totenstille...

Diejenigen, die ihre Tastatur dann doch noch wiedergefunden hatten, mussten erstmal tief Luft holen.

Neben dem Grusel fühlten sich jedoch auch etliche von der Story abgehängt. Die Verdächtigten wechselten ja auch quasi im Minutentakt.

Und wie fällt das abschließende Fazit aus?

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