Tatort aus Frankfurt: Psychos, Streicher, Filter

Tatort Frankfurt: Anna Janneke (Margarita Broich) wehrt sich gegen ihren psychopathischen Stalker, Paul Brix (Wolfram Koch) sucht den Mörder eines Obdachlosen.

© HR/Bettina Müller

Tatort Frankfurt: Anna Janneke (Margarita Broich) wehrt sich gegen ihren psychopathischen Stalker, Paul Brix (Wolfram Koch) sucht den Mörder eines Obdachlosen.

Einst schickte Anna Janneke (Margarita Broich) einen sadistischen Mörder per Gutachten lebenslänglich in den Knast, doch 20 Jahre später ist dieser wieder frei.

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Einst schickte Anna Janneke (Margarita Broich) einen sadistischen Mörder per Gutachten lebenslänglich in den Knast, doch 20 Jahre später ist dieser wieder frei.

Alexander Nolte (Nicholas Ofczarek) beginnt, Anna Janneke nachzustellen und ihr aufzulauern.

© HR/Bettina Müller

Alexander Nolte (Nicholas Ofczarek) beginnt, Anna Janneke nachzustellen und ihr aufzulauern.

Parallel gilt es, den Mord an einem Obdachlosen im Bahnhofsviertel aufzuklären.

© HR/Bettina Müller

Parallel gilt es, den Mord an einem Obdachlosen im Bahnhofsviertel aufzuklären.

Doch Janneke ist wegen Nolte nicht bei der Sache und geht eigene Wege, Brix (Wolfram Koch) rätselt über die Hintergründe.

© HR/Bettina Müller

Doch Janneke ist wegen Nolte nicht bei der Sache und geht eigene Wege, Brix (Wolfram Koch) rätselt über die Hintergründe.

Noltes neue Psychiaterin Helene Kaufmann (Ursina Lardi) bescheinigte ihm Läuterung - und steigt mit ihm ins Bett.

© HR/Bettina Müller

Noltes neue Psychiaterin Helene Kaufmann (Ursina Lardi) bescheinigte ihm Läuterung - und steigt mit ihm ins Bett.

Nolte wird immer aufdringlicher, stellt Janneke sogar im Präsidium nach, und lauert ihr in der Wohnung auf.

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Nolte wird immer aufdringlicher, stellt Janneke sogar im Präsidium nach, und lauert ihr in der Wohnung auf.
11.04.2016 · von

Manch einer zog während des Frankfurter Tatortes "Die Geschichte vom bösen Friederich" schon Vergleiche zu einem anderen legendären Mörder. Alexander Nolte (umwerfend gut: Nicholas Ofczarek) habe ähnliche Qualitäten wie Kai Korthals, der "stille Gast" aus Kiel, hieß es bei Twitter mehrfach. Nun, eine Fortsetzung wie beim Borowski-Tatort schließt sich ja leider aus, dennoch malt der Frankfurter Tatort ein eindrucksvolles Psychogramm, das aus der Tatort-Masse herausragt.

Dennoch: An Kai Korthals kommt Alexander Nolte dann doch nicht ganz heran, dazu fehlt die subtile Bedrohung, die allein das Wissen um seine Existenz ausstrahlt. Korthals könnte überall sein, Nolte ist auf Menschen in seinem Umfeld fokussiert. Zu küchenpsychologisch und banal ist seine Vergangenheit (schlechte Kindheit...), mit der das Böse in ihm begründet wird. Nolte liegt dermaßen außerhalb der Norm, da gaukelt solch eine simple Herleitung Normalität und Erklärbarkeit vor, wo keine ist. Weniger wäre mehr gewesen.

Das gilt auch für die Inszenierung von "Die Geschichte vom bösen Friederich". Der starke Einsatz von optischen Filtern, die jeder Szenerie einen eigenen Farbton gaben, war zu offensichtlich, zu dick aufgetragen und am Ende nur noch störend. Ähnliches lässt sich zur Musik sagen: Mozart und Rammstein gegenüberzustellen ist eine gute Idee, die Streicher waren jedoch im Mittelteil des Filmes überpräsent und lenkten ebenfalls ab.

Und die Kommissare? Brix (Wolfram Koch) ist ziemlich zurückgenommen, Anna Janneke (Margarita Broich) schwankt zwischen Angriffslust und Verzweiflung. In den wenigen gemeinsamen Szenen sieht man, dass die Chemie immer besser wird - und Anna Janneke nicht mehr nur die plappernde Nervensäge ist. Gute Voraussetzungen für den nächsten Tatort aus Frankfurt.

Das sagt Twitter zum Tatort "Die Geschichte vom bösen Friederich"

Mit Mörder-Raten ist nicht viel, für uns Zuschauer ist von Beginn an alles klar. Nicht für jeden der richtige Weg...

Nicholas Ofczarek stammt aus Wien und ist in Österreich ein gefeierter Star. Nicht zum ersten Mal, dass ein Ösi-Schauspieler im Tatort brilliert...

Auch an anderer Stelle drängten sich aktuelle politische Parallelen auf:

Auch wenn der Tatort im Wesentlichen gut ankam - am Ende wurden immer mehr kritische Stimmen laut.

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