SZ-Magazin mit großem Tatort-Interview

Diesen Freitag im Magazin der Süddeutschen Zeitung: Fünf Tatort-Kommissare im Interview.

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Diesen Freitag im Magazin der Süddeutschen Zeitung: Fünf Tatort-Kommissare im Interview.
01.08.2014 · von

Fünf Tatort-Kommissare auf einem Haufen - selbst in Berlin ist das keine Selbstverständlichkeit. Susanne Schneider und Alex Stefanidis, Autoren des Magazins der "Süddeutschen Zeitung", haben vier Monate gebraucht, um einen Termin für das gemeinsame Interview mit Sabine Postel, Ulrike Folkerts, Adele Neuhauser, Klaus J. Behrendt und Dominic Raacke zu finden. Das Ergebnis - acht Seiten Einblick in die Tatort-Welt - gibt es heute im SZ-Magazon zu lesen.

Tatort-Boom, Rekord-Quoten, Ermittler-Schwemme - einige Stichworte sind hier wie in jedem Tatort-Interview vorprogrammiert. Spannend wird es vor allem, wenn die Schauspieler aus dem Dreh-Alltag berichten. Dann wird deutlich, dass trotz des Erfolges auch beim Tatort kräftig gespart wird: Drehtage mit 14 bis 16 Stunden oder Kommissare, die aus Kostengründen nicht mehr in ihrer Wohnung oder ihrem Büro gezeigt werden oder nicht mehr hinter Verdächtigen her rennen dürfen.

Postel ist Tatort-Fan, Raacke nicht

Während etwa Sabine Postel erzählt, dass sie selbst großer Tatort-Fan ist und Sonntags Abends keine Verabredungen wahrnimmt, empfindet Dominic Raacke die Reihe wesentlich ambivalenter. Für Raacke war seine Rolle als Till Ritter wie ein Korsett, er empfand den Abschied als Erleichterung: "Das ist eine totale Befreiung. Denn in gewisser Weise ist meine Rolle über die Jahre zu einer Art Korsett geworden, das von mir abgefallen ist."

Insgesamt ist den SZ-Autoren ein ausführliches und doch kurzweiliges Interview gelungen, das die Pflichtfelder abarbeitet und darüber hinaus einen seltenen Einblick in die ganz persönliche Beziehung der Darsteller zum Tatort gibt. Zudem gibt es äußerst interessante Einblicke in den Dreh-Alltag. Wer das SZ-Magazin liest, wird den Traum, einmal als Leiche im Tatort zu sehen zu sein, jedenfalls schnell aufgeben.

 

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