Tatort München

Tatort München
Deutschlandkarte

Fakten zum Tatort München

Nebenfiguren: Kalli Hammermann
Drehort seit: 1972
Folgen bisher: 103

Nach Lena Odenthal, die seit 1985 die Morde in Ludwigshafen und Umgebung aufgeklärt, sind Batic und Leitmayr die dienstältesten Kommissare der Tatort Reihe. Dienstbeginn der beiden Kriminalhauptkommissare beim Tatort München war der 1. Januar 1991. Im Durchschnitt dürfen Batic und Leitmayr dreimal im Jahr für den Bayerischen Rundfunk in der bayerischen Landeshauptstadt auf Verbrecherjagd gehen.

Ein Kroate und ein echtes Münchner Kindl

Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ist ein Münchener Original. Aufgewachsen ist der Kriminalhauptkommissar im Glockenbachviertel auf der Münchener Theresienwiese. Der 18. Mai ist Leitmayrs Geburtstag. Sein Kollege Ivo Batic (Miroslav Nemec) wurde in Kroatien geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit. Wann genau er mit seine Familie nach Deutschland übersiedelte, ist nicht bekannt. Seiner sozialen Prägung ist es geschuldet, dass er ziemlich wütend werden kann, wenn es um Ausländerfeindlichkeit geht. Während der Münchner aus Kroatien ein wenig das Klischee des temperamentvollen Südländers verkörpert, tritt Leitmayr als gelassener Ermittler mit Köpfchen auf. Bei ihm bleiben überschäumende Gefühle außen vor. Auch wenn die beiden auf emotionaler Ebene oft getrennte Wege beschreiten, eint sie das gemeinsame Ziel. Batic und Leitmayr bilden das erste Ermittlerduo der Tatort Reihe, das von Beginn an absolut gleichberechtigt agiert. Beide haben den gleichen Dienstrang. Keiner erteilt dem anderen Anweisungen. Im Oktober 2000 wurden die beiden Darsteller von der Gewerkschaft der Polizei zu "Ehrenkommissaren" ernannt.

Der "ewige" Carlo

Batic und Leitmayr, die beiden Ermittler auf Augenhöhe, haben in ihrem Assistenten Carlo, eine Figur, die jede Menge einstecken muss. Assistent Carlo, gespielt von Michael Fitz, trat bereits in der 1. Folge „Animals“ des Tatorts aus München auf. Damals allerdings in der Rolle des militanten Tierschützers Grimm. Ab Folge 2 („Wer zweimal stirbt“) trat er seinen Dienst als Kriminalassistent der beiden Hauptkommissare an. Zuständig für die Routineermittlungen ist Carlo ein wichtiger Zuträger für die bayerischen Ermittler. Allerdings werden seine Anstrengungen von den beiden nur selten ausreichend gewürdigt. Der dreißigste Fall aus München „Und dahinter liegt New York“ beschert Carlo einen Lottogewinn von 62.000 Mark. Siebzehn Folgen später wird er in „Der Traum von der Au“ sogar zum Millionenerben und zum Aussteiger. Er gibt nicht nur seinen Job auf, er wandert auch nach Thailand aus und lässt zwei leicht perplexe Hauptkommissare zurück. Beide trauern „ihrem Carlo“ in späteren Folgen immer nach.

Das etwas andere Ermittlerduo

Der Ur-Bayer und bayerische Kroate geraten ab und an in Streit. Da beide aber auch viel Sinn für Ironie haben, können sie sich gegenseitig auf den Arm nehmen. Auf jeden Fall wirken sie nach den vielen Dienstjahren noch immer frisch und unverbraucht. Wie bei allen Ermittlern leidet auch ihr Privatleben an den Erfordernissen der Arbeit. Das wirkt sich besonders auf das Liebesleben aus. Leitmayr hatte in den bisherigen Tatort Folgen drei Freundinnen. Bei Batic waren es noch weniger. Dafür durfte der Hauptkommissar mit den kroatischen Wurzeln sich einmal in eine Mörderin verlieben. In der Folge „ Das Glockenbachgeheimnis“, deren Erstausstrahlung am 3.10. 1999 war, nähert Batic sich der Cafébesitzerin Frieda (Iris Berben), die schon bald zum Kreis der Tatverdächtigen zählt. Eine Überraschung der anderen Art ergibt sich in der Folge Liebe, Sex & Tod. Es stellt sich heraus, dass Leitmayr und Batic hintereinander mit derselben Frau ein Verhältnis hatten. Es handelt sich um die Pathologin (Barbara Rudnik).

Preise und Quotenhits

Jeder Tatort des BR erhält viel Lob von der Kritik. Vielfach wird den Folgen die Qualität von Kinofilmen nachgesagt. Aber auch beim Publikum kommen die Geschichten aus München an. Batic und Leitmayr zählen zu den Publikumslieblingen. Udo Wachtveitl hat für seine Darstellung des Franz Leitmayr 1997 den „Goldenen Löwen“ als „Bester-Serien-Schauspieler“ erhalten. Die gleiche Ehre wurde im selben Jahr dem Kollegen Batic alias Miroslav Nemec zuteil. Für den Tatort „Im freien Fall“ erhielten beide Darsteller 2002 den „Adolf-Grimme-Preis. Ein Jahr zuvor gab es für die Folge „Kleine Diebe“ ebenfalls für beide Mimen den „Bayerischen Fernsehpreis“. Auch als Quotenjäger können Batic und Leitmayr sich feiern lassen. In der Quotentrangliste der ARD sind gleich vier Produktionen aus München unter den Top-Ten: „Außer Gefecht“, „Schwarzer Advent“, „Ein mörderisches Märchen“ und „Der oide Depp“. Die zuletzt genannte Folge führte die Rangliste im Jahr 2008 sogar wochenlang an. In der Folge wird der Mord an einer Prostituierten in den 1960er Jahren aufgegriffen und filmisch nachgestellt. Deshalb waren alle Rollen mit „jungen“ und „alten“ Schauspielern besetzt.

Das besonders Flair der Krimis aus München

Ausgezeichnete Drehbücher, eine liebevolle filmische Umsetzung und das Spiel hervorragender Schauspieler sind die Zutaten, die jede Produktion aus München zum Erfolg bei Kritik und Publikum werden lassen. Was aber den Münchner Tatort von den anderen abhebt, ist die konsequente Art, wie München als Standort mit einbezogen wird. Während bei anderen Tatorten die jeweilige Stadt bisweilen zur austauschbaren Kulisse schrumpft, ist München ein unverwechselbarer Teil der Geschichte. Als regionales Merkmal spielt auch das Bier seine Rolle und wird innerhalb der Reihe thematisiert. So in der Folge „Starkbier“ aus dem Jahr 1999, die auf dem berühmten Nockherberg spielt. „A gemahde Wiesn“ drehte sich 2007 um das Oktoberfest.

Erfolg mit Dialekt

Eine Besonderheit des Tatorts aus München ist das Festhalten am Dialekt. Hier dürfen nicht nur Edelkomparsen gelegentlich einen Satz im Dialekt der Region aufsagen. Dialekt ist beim Tatort München keine Ausdrucksweise von Personen aus der Unterschicht, sondern Teil regionaler Identität. In den Folgen „Der oide Depp“ und „A gemahde Wiesn“ steht der Dialekt bereits im Titel. Der Gebrauch des Bayerischen macht die Geschichten glaubhafter und authentischer.

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