Tatort Leipzig

Tatort Leipzig
Deutschlandkarte

Fakten zum Tatort Leipzig

Nebenfiguren: -
Drehort seit: 2000
Folgen bisher: 43

Die Stadt Leipzig hat in der Geschichte des Tatort schon immer eine ganz besondere Rolle gespielt. Bereits am 29.11.1970, in "Taxi nach Leipzig", der allerersten Folge, führt der Fall Hauptkommissar Paul Trimmel nach Sachsen, so wie nach ihm zahlreiche andere Tatort-Kommissare. Nach dem Mauerfall bekam Leipzig endlich seinen eigenen Tatort mit den Ermittlern Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade). 2008 nahmen dann die Kriminalhauptkommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) den Dienst auf. 2015 endete diese Ära, es folgt ein neues Team in Dresden.

Eva Saalfeld und Andreas Keppler ermitteln in Sachsen

Zum Ermittlerteam um Saalfeld und Keppler gehörten außerdem Kriminaltechniker Wolfgang Menzel (Maxim Mehmet) und Gerichtsmediziner Dr. Johannes Reichau (Kai Schumann). Die Fälle in Leipzig führten die Ermittler immer wieder zu berühmten Schauplätzen der Stadt. Als Drehorte dienten bereits häufig der eindrucksvolle Hauptbahnhof, die Altstadt, die Elster, das Völkerschlachtdenkmal sowie das Messe- und Industriegelände. Doch nicht selten führen die Fälle Eva Saalfeld und Andreas Keppler auch ins Leipziger Umland, sogar bis nach Dresden oder Weimar.

Bei den Zuschauern erfreuten sich allerdings zwei Folgen ganz besonders großer Beliebtheit, die aus einer Kooperation von MDR und WDR entstanden: Im April 2012 arbeiteten Saalfeld und Keppler in zwei Crossover-Folgen mit dem Ermittler-Team aus Köln zusammen. Gemeinsam mit Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) machten sie in "Kinderland" Jagd auf einen Serientäter.

Besonderheiten der Leipziger Tatorte

Eine Besonderheit im Tatort Leipzig war natürlich die private Beziehung der beiden Ermittler, wobei diese zwar immer wieder thematisiert worden ist, aber in den einzelnen Folgen selten wirklich viel Raum einnimmt. Viel mehr als mit ihrer eigenen Vergangenheit beschäftigten sich die Kommissare mit brisanten Problemen der Gesellschaft wie Gewaltexzessen, Selbstjustiz, Kinderprostitution, Jugendkriminalität, Ost-West-Konflikten. So sehr Kritiker bei diesem Tatort den Bezug zu aktuellen gesellschaftlich relevanten Themen lobten, so sehr wurde er für seinen fehlenden Lokalkolorit kritisiert. Besonders Fans, die die deutsche Krimi-Reihe generell vor allem wegen ihrer regionalen Verankerung lieben, werfen der sächsischen Version fehlenden lokalen Charme vor. Nicht nur den Protagonisten fehle jeglicher Bezug zur Region, auch bei den Nebendarstellern vermisse man den typischen Leipziger Charme, insbesondere das "Sächseln". Das schlägt sich auch auf der Beliebtheitsskala der Einschaltquoten wieder. Während ihre Vorgänger Ehrlicher und Kain noch zu den beliebtesten Tatort-Ermittlern überhaupt gehörten, lagen Saalfeld und Keppler mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von um die 8,6 Millionen nur im Mittelfeld der Tatort-Kommissare. Die immer lauter werdende Kritik führte schließlich dazu, dass Saalfeld und Keppler 2015 nach 21 gemeinsamen Fällen ihren Hut nehmen mussten.

Der Tatort aus Leipzig definierte sich also durch eine Mischung aus brisanten Gesellschaftsthemen mit aktuellem Bezug und das Zusammenspiel der beiden Ermittler, die einerseits kaum gegensätzlicher sein könnten, aber andererseits auch so einiges gemeinsam haben. Leider gerieten angesichts der Aktualität und der außergewöhnlichen Beziehung zwischen den Kommissaren wichtige Aspekte, die einen Tatort ausmachen, in den Hintergrund. So zum Beispiel regionaler Charme und Lokalkolorit - und das ausgerechnet in Sachsen, wo gerade der Dialekt doch so herrlich unverwechselbar ist.

Aktuelle News zum Tatort Leipzig

Bald müssen sie die Dienstmarken abgeben: Eva Saalfeld (S. Thomalla) und Andreas Keppler (M. Wuttke) haben in "Niedere Instinkte" ihren letzten Tatort-Einsatz.

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Im Gegensatz zu den vorigen Saalfeld/Keppler-Fällen kann "Niedere Instinkte" durchaus überzeugen. Denn zum Abschied durften die Macher die Sau rauslassen.


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