Tatort Dortmund

Tatort Dortmund
Deutschlandkarte

Fakten zum Tatort Dortmund

Nebenfiguren: Daniel Kossik, Nora Dalay
Drehort seit: 2012
Folgen bisher: 10

Der Tatort aus Dortmund zeigt die Ruhrgebietsmetropole von ihren bekannten und von ihren weniger bekannten Seiten. Fußballbegeisterung, Bergbau und Taubenzucht stehen hoher Bevölkerungsdichte, multikulturellen Problemen und Alltagskriminalität entgegen. Die verschiedenen Seiten der Stadt spiegeln sich in den Geschichten und Persönlichkeiten der vier am Tatort beteiligten Ermittler wieder. Die Erwartungen sind hoch.

Tatort mit viel Sympathie fürs Revier von gestern und heute

In Nordrhein-Westfalen standen bisher Köln und Münster im Blickpunkt des Fernsehkrimi-Publikums. Viele Einheimische begrüßen es, an zwei Sonntagabenden im Jahr ihre Stadt als Spielort für den Fernsehkrimi zu sehen. Neben dem neuen Ort des Geschehens weist der Sonntagabendkrimi aus dem Ruhrgebiet eine völlig neue Struktur auf. Im Blickpunkt stehen die Stadt und mit Peter Faber, Martina Bönisch, Nora Dalay und Daniel Kossik vier verschiedene Ermittler, die auf unterschiedlichen Ebenen einen gemeinsamen Fall bearbeiten.

Hauptkommissar Peter Faber ist gerade erst nach Dortmund zurückgekehrt und übernimmt die Leitung der Mordkommission. Seine Beziehung zur Stadt wurde in Kindertagen begründet. Hauptkommissarin Martina Bönisch kennt sich im Kommissariat und in der Stadt, wie sie jetzt ist, aus und wird seine Stellvertreterin. Im Tatort Dortmund bekommen auch die jüngeren Kommissare eine Chance, ihre Fähigkeiten als Ermittler mit denen der dienstälteren Kollegen Faber und Bönisch zu messen. Hauptkommissarin Nora Dalay und Hauptkommissar Daniel Kossik vertreten die neue Polizistengeneration in Dortmund.

Verschiedene Blickwinkel auf eine Stadt und ihre Menschen

In Dortmund vereinen sich verschiedene Ermittlertypen. Faber ist der Einzelgänger, der das Scheitern kennt. Martina Bönisch ist die Frau mit Familie und Kindern, die gut organisieren kann, aber doch nie den ganz großen Schritt auf der Karriereleiter bewältigen konnte. Dalay und Kossik sind jung, ehrgeizig und voller Selbstbewusstsein. Nora Dalay stammt aus einem als problemanfällig bekannten Viertel von Dortmund und vereinigt deutsche und türkische Kulturzugehörigkeit. Für Daniel Kossik ist der Fußball mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Beide Ermittler verbindet eine enge persönliche Beziehung. Das Privatleben der Ermittler wird nur in kurzen Einschüben zum Thema. Wenn Hauptkommissar Faber von Kollegin Bönisch für einen Selbstmörder gehalten wird oder wenn Daniel Kossik am Tag des großen Revierderbys eine Sonderschicht leisten muss, dann ahnt der Zuschauer, dass hier keine Ermittlungsmaschinen sondern Menschen arbeiten.

Den größten Stellenwert im Tatort aus Dortmund haben die Ermittlungen selbst, deren Fortgang immer wieder aus dem Blickwinkel der verschiedenen Ermittler gezeigt wird. So entstehen verschiedene Handlungsstränge, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers fordern. Im Tatort aus Dortmund kommen Psychologie, Technik, logisches Denken und gesunder Menschenverstand nebeneinander zum Einsatz. Das intensive Hineindenken in den Täter und in den Handlungsablauf, der zur Tat führte, wird deutlich, wenn Hauptkommissar Faber mit Hauptkommissarin Bönisch verschiedene Möglichkeiten durchspielt.

Wirklichkeitsnah, ohne langweilig zu werden

Im Vergleich mit den übrigen Folgen des Tatorts aus den verschiedenen Bundesländern ist der Tatort aus Dortmund mit der größten Wirklichkeitsnähe ausgestattet. Wie im Polizeialltag führen viel Kleinarbeit und einige entscheidende Erkenntnisse zum Ziel. Durch die Aufteilung der Handlung auf vier verschiedene Personen mit ihren jeweiligen Eigenheiten und speziellen Blickwinkeln wird trotzdem Spannung erzeugt. Es gibt keine herausragenden Ermittlerpersönlichkeiten, neben denen andere Beteiligte zu Nebenfiguren verblassen. Selbst Hauptkommissar Faber hebt sich nicht so weit von seinen Mitarbeitern ab, wie dies ein Felix Murot im Tatort aus Wiesbaden tut. Die Vertrautheit „alter Ehepaare“ wie Batic und Leitmayr oder Ritter und Stark kommt bei Faber und Bönisch nicht auf.

In Dortmund steht die wirklichkeitsnahe Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Pointen des typischen Humors werden gerne mitgenommen, ohne dabei die fast kabarettistischen Dialoge des Tatorts aus Münster erreichen zu wollen. Wenn Dezernatsleiter Faber seinen fußballbegeisterten Oberkommissar Kossik darauf hinweist, dass er auch Schalker sein könnte, lacht der eingeweihte Zuschauer herzlich über das entsetzte Gesicht des Borussia-Dortmund-Anhängers. Regionaltypisches wie konkurrierende Fußballvereine oder markante Wahrzeichen der Stadt werden in die Handlung eingewoben, aber nicht in den Vordergrund gestellt.

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