SRF feuert Darsteller vom Tatort Luzern

Das Team des Tatort aus Luzern wird aus Kostengründen stark verkleinert.

©SWR/SRF/Nikkol Rot

Das Team des Tatort aus Luzern wird aus Kostengründen stark verkleinert.
13.08.2013 · von

Die Probleme mit dem "neuen" Schweizer Tatort aus Luzern gehen weiter. Wie jetzt bekannt wurde, sollen fünf Darsteller entlassen worden sein, die zum Stammpersonal des Krimis gehören. "Aus dramaturgischen und produktionstechnischen Gründen" habe man das Personal reduziert, wird die Redaktionsleiterin Lilian Raber in der Zeitung "Sonntagsblick" zitiert.

Nur Flückiger und Ritschard bleiben

Demnach sollen Andrea Zogg (spielt Ernst Schmidinger, den Chef der Luzerner Kripo), Suly Röthlisberger (Elsa Giger, Sekretärin), Anna Schinz (Brigitte Bürki, Ermittlerin), Martin Klaus (Marcel Küng) und Matthias Fankhauser (Beat Odermatt) beim nächsten Dreh nicht mehr dabei sein. Damit ist bis auf die beiden Hauptdarsteller Stefan Gubser als Reto Flückiger und Delia Mayer als Liz Ritschard quasi das gesamte Schauspiel-Team entlassen.

Der "Sonntagsblick" vermutet, das Schweizer Fernsehen wolle damit in erster Linie Kosten sparen. Ein kleineres Team sei günstiger und brauche weniger Drehtage, auch müssen die Autoren weniger Personen und Handlungsstränge berücksichtigen. Beim schon 2012 fertig gestellten Luzern-Tatort "Geburtstagskind", der am 18. August erstmals gezeigt wird, sind aber natürlich alle bekannten Gesichter noch dabei.

Tatort Luzern ist Schlusslicht

Es ist nicht der einzige Stolperstein für den Luzern-Tatort. Der erste Einsatz von Reto Flückiger ("Wunschdenken", 2011) wurde wegen mangelhafter Qualität um mehrere Monate verschoben. Wer die nachfolgenden Fälle aus Luzern gesehen hat, mag sich gar nicht ausmalen, wie die Urfassung ausgesehen haben könnte. Zudem sorgt die unsaubere Synchronisation der Schweizer Mundart immer wieder für Ablehnung bei den Tatort-Fans. Auch bei den Quoten bildet der Schweizer Tatort regelmäßig das Schlusslicht.

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