Schweiger fordert mehr Geld für den Tatort

Die ARD investiert zu wenig Geld in den Tatort, findet Til Schweiger.

© NDR/Marion von der Mehden

Die ARD investiert zu wenig Geld in den Tatort, findet Til Schweiger.
01.03.2013 · von

Die ARD solle ihr Flaggschiff besser ausstatten, findet Hamburgs neuer Tatort-Kommissar Til Schweiger. Trotzdem findet er, sein erster Einsatz als Nick Tschiller sei ein "großartig fotografierter Thriller".

Man muss Til Schweiger nicht mögen. Doch während Millionen Menschen dafür bezahlen, sich "Kokowääh 2" im Kino anzusehen, regen sich gefühlt ebenso viele Menschen darüber auf, dass es bald einen weiteren Schweiger-Film als Premiere im Free-TV zu sehen gibt. Der einzige Unterschied ist, dass vor Letzterem der alt-ehrwürdige Tatort-Vorspann läuft.

In einem Interview mit "Spiegel Online" musste Schweiger jetzt seinen Tatort "Willkommen in Hamburg" verteidigen. Der fragenstellende Journalist ist ganz offensichtlich kein Schweiger-Fan und muss erstmal seinen Unmut über das Debüt von Nick Tschiller loswerden. Schade, denn die wichtigsten Aussagen Schweigers treten dadurch hinter den Trash-Talk der beiden zurück.

Tatort: Kammerspiel oder Action-Kracher?

Erst vor wenigen Wochen zeigte die "Produzentenstudie", wie beim Tatort gespart werden muss. Angesichts der GEZ-Milliarden wirft Til Schweiger nun die berechtigte Frage auf, warum die ARD ihrem Aushängeschild Tatort nicht mehr Geld zur Verfügung stelle. "Der Tatort ist das Schaufenster der ARD. Es ist die Tür zu einem jungen Publikum", so Schweiger. "Vielleicht flieg' ich jetzt gleich wieder raus, aber eins muss ich loswerden: Die haben so viel Kohle, da sollten sie ihr Flaggschiff besser ausstatten - nicht nur meinen, sondern alle Tatorte!"

Bei "Willkommen in Hamburg" gebe es eine Szene, die wegen der Budget-Knappheit nicht bei optimalen Bedingungen gedreht werden konnte. "Geiler wäre es natürlich gewesen, der NDR hätte gesagt, komm her, das ist uns so wichtig, der erste Til-Schweiger-Tatort, da legen wir Kohle drauf und drehen das noch mal", beschwert sich der Kino-Star. Auch die Frage, ob Til Schweiger selbst einmal Regie in seinem Hamburg-Tatort führen würde, hängt an den finanziellen Vorraussetzungen: "Ich habe es mir aber nicht zugetraut, weil ich diesen extrem engen finanziellen Rahmen beim Fernsehen noch nicht gut genug kenne."

"Willkommen in Hamburg" läuft am 10. März 2013  um 20:15 Uhr in der ARD. In Kürze verraten wir in unserem Kreuzverhör, ob sich das Einschalten lohnt!

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