Produktionsfirma steigt bei Schweiger-Tatort aus

Die alte Produktionsfirma warf hin - neuer Produzent der Schweiger-Tatorte ist die Firma von Regisseur Christian Alvart.

© NDR/Marion von der Mehden

Die alte Produktionsfirma warf hin - neuer Produzent der Schweiger-Tatorte ist die Firma von Regisseur Christian Alvart.
15.10.2014 · von

Wie das Medienmagazin "dwdl.de" berichtet, ist die Münchener Produktionsgeschellschaft Constantin Television beim Hamburger Tatort mit Til Schweiger ausgestiegen. Und das, obwohl Constantin die Tschiller-Krimis einst mit entwickelt hatte. Demnach beendete die Produktionsfirma bereits im Herbst 2013 die Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Sender NDR.

Grund für den Ausstieg soll der ausbleibende Gewinn mit den Tschiller-Tatorten sein. Branchenüblich seien rund 13 Prozent Erlös pro Film. Weil mit dem NDR im Vorfeld ein Festpreis vereinbart worden sei, seien ungeplante Mehrkosten beim Dreh an der Constantin hängen geblieben, schreibt "dwdl.de" weiter. Diese kamen durch Überstunden und Mehraufwand für die aufwändigen Action-Tatorte zustande.

Neuer Produzent ist der Regisseur

 

Neue Produktionsfirma ist die Syrreal Entertainment von Christian Alvart, dem Regisseur der Schweiger-Tatorte. Der bekam den Zuschlag für den Dreh nach einer Ausschreibung, an der sich auch andere Firmen beteiligt hatten. Die Vermutung von "dwdl.de", durch die Regie-Gage könne Alvart auf einen Produktions-Gewinn verzichten, wies Thomas Schreiber vom NDR scharf zurück: "Zur Höhe von Auftragssummen und Einzelgagen gibt der NDR grundsätzlich keine Auskünfte. Ihre Unterstellung, eine Produktionsfirma sei nicht auf eine Gewinnmarge angewiesen, ist lebensfremd."

Derzeit wird in Hamburg eine Doppelfolge des Schweiger-Tatortes gedreht - gut möglich, dass dadurch Synergieeffekte entstehen, die den Dreh insgesamt günstiger werden lassen.

Tatort leidet unter Kostendruck

Die Kostenfrage ist beim Tatort und anderen TV-Produktionen immer wieder ein Thema. Der Sparzwang der Öffentlich-Rechtlichen verlangt immer engere Drehpläne und weniger aufwändige Szenen. In einem detaillierten Gespräch zwischen verantwortlichem Sender und der Produktionsfirma wird ein Festpreis vereinbart. Wird dieser Betrag überschritten, bleibt das am Produzenten hängen. Dafür fallen diesem aber auch die Gewinne zu, die durch Verkauf des Films in andere Länder oder DVDs erzielt werden.

Kommentare

 > 
Tatort-Blog.de