Öder Schweiz-Tatort hat es schwer gegen die Konkurrenz

Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) haben es im neuen Luzern-Tatort "Zwischen zwei Welten" nicht leicht.

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) haben es im neuen Luzern-Tatort "Zwischen zwei Welten" nicht leicht.

Die dreifache Mutter Donna Müller stürzte in den Tod. War es einer der drei Väter ihrer Kinder?

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Die dreifache Mutter Donna Müller stürzte in den Tod. War es einer der drei Väter ihrer Kinder?

Ins Visier der Ermittler gerät schnell Daniele Rossi (Hans Caspa Gattiker): Er lieferte sich einen erbitterten Kampf mit der Toten.

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Ins Visier der Ermittler gerät schnell Daniele Rossi (Hans Caspa Gattiker): Er lieferte sich einen erbitterten Kampf mit der Toten.

Rossi ist in einem Verein für Männerrechte organisiert - hat er etwas mit dem Tod von Donna Müller zu tun?

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Rossi ist in einem Verein für Männerrechte organisiert - hat er etwas mit dem Tod von Donna Müller zu tun?

Donna Müller hatte einen Hang zur Esoterik und ließ sich bei "Medium" Pablo Guggisberg (Grégoire Gros) zur Heilerin ausbilden.

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Donna Müller hatte einen Hang zur Esoterik und ließ sich bei "Medium" Pablo Guggisberg (Grégoire Gros) zur Heilerin ausbilden.

Kann Guggisberg den Kommissaren mit seinen Kräften helfen?

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Kann Guggisberg den Kommissaren mit seinen Kräften helfen?

Die drei Kinder stehen weiterhin im Mittelpunkt streitender Eltern...

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Die drei Kinder stehen weiterhin im Mittelpunkt streitender Eltern...

...und müssen den Tod ihrer Mutter verarbeiten.

© ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

...und müssen den Tod ihrer Mutter verarbeiten.
22.04.2014 · von

Nachdem der Tatort in den letzten Wochen einen Höhenflug erlebte und beständig über zehn Millionen Zuschauer erreichte, folgte ausgerechnet am Ostermontag eine kleine Ernüchterung. "Zwischen den Welten" aus Luzern holte "nur" 7,28 Millionen und 20,4 %. Auf alle Zuschauer gerechnet reichte das immer noch für den Tagessieg, bei der Kerngruppe zwischen 14 und 49 Jahren aber war der Krimi aus der Schweiz mit 1,75 Millionen und 12,7 % weit abgeschlagen hinter "The Hunger Games" (Pro 7) und "Transporter 3" (RTL). Wer den Tatort gesehen hat, wird davon nicht überrascht sein, denn die Schweizer Fälle sind schon länger weit vom üblichen Tatort-Standard entfernt. Miese Synchronisation, komplett wirre Geschichten und gelangweilte Kommissare machen Tatorte aus Luzern schwer verdaulich.

Dabei war "Zwischen den Welten" besser als seine Vorgänger. Die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) sollten mehr Tiefe bekommen, und im Kern war die Geschichte um die in den Tod gestürzte Donna Müller und ihre familiären Verwicklungen solide Krimi-Kost. Hätte man sich auf die militanten Väter konzentriert, wäre sogar ein guter Film drin gewesen. Doch allzuviele Handlungs-Fäden, die sich im Nichts verloren, ließen den guten Ansätzen keine Chance.

Zu allem Überfluss phantasierten die Macher auch noch ein Medium (Grégoire Gros) in die Handlung, der mit Toten spricht. Warum dann nicht einfach das Opfer nach dem Täter befragt und der Fall zügig abgeschlossen wird, fragten sich nicht nur viele Tatort-Fans bei Twitter. Das größte Pfund des Schweizer Tatortes - die oftmals frischen, unbekannten Schauspieler - kommen dadurch leider kam zum Tragen.

Graue Maus zwischen lauter Highlights

Nach den "Zehn-Millionen-Wochen" und vor weiteren Highlights wie dem neuen Fall von Wotan Wilke Möhringa alias Thorsten Falke oder einem München-Tatort mit Star-Besetzung und neuen Assistenten brachte "Zwischen den Welten" also kurz Ernüchterung. Klar, dass es nicht immer neue Rekorde hageln kann, aber durch schlechte Filme wie diesen wird die Marke Tatort mehr beschädigt als durch neu einzuführende Ermittler-Teams.

Die besten Tweets zum Luzern-Tatort "Zwischen den Welten"

Angesichts der letzten Fälle aus der Schweiz ahnte man schon nichts Gutes...

Der einzige erkennbar rote Faden waren die ständigen Verweise auf ein ominöses Fußballspiel. Gerne auch im unpassendsten aller Momente.

Und dann - natürlich - die wieder mal misslungene Synchronisation...

Die finale Auflösung wirkte dann reichlich beliebig.

Das Fazit bei Twitter war dementsprechend eindeutig:

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