Neuer Berlin-Tatort beendet das Karow-Mysterium

"Dunkelfeld": Christian von Castelberg (l.) führt Regie beim vierten Tatort-Einsatz von Meret Becker und Mark Waschke.

© rbb/Oliver Vaccaro

"Dunkelfeld": Christian von Castelberg (l.) führt Regie beim vierten Tatort-Einsatz von Meret Becker und Mark Waschke.
08.06.2016 · von

Was für ein Video sucht Karow? Wer war die blonde Frau? Diese und andere Fragen schwebten über den Zuschauern des Tatortes "Wir - Ihr - Sie" am vergangenen Sonntag. Das Rätsel, wer Karows ehemaligen Partner Gregor Maihack umgebracht hat, wurde nun über drei Folgen in die Länge gezogen und kam nicht immer gut an. Im vierten Fall des neuen Berliner Teams soll das Geheimnis nun gelüftet werden. Unter dem Arbeitstitel "Dunkelfeld" starteten heute die Dreharbeiten.

Karow (Mark Waschke) hat Andi Berger (Robert Gallinowski, der im letzten Fall festgenommen wurde) dazu gebracht, eine entlastende Aussage zu machen. Doch als er Berger zum Staatsanwalt bringen will, geraten sie in einen Hinterhalt, Berger stirbt. Bis zum Schluss hat er nicht verraten wo das Handyvideo versteckt ist, dass den Tod von Gregor Maihack zeigt. 

Kurz darauf wird Maihacks Witwe Christine (Ursina Lardi) entführt (wir erinnern uns: Die hatte Karwo im letzten Fall geküsst), wenig später ist auch Karow verschwunden. Also muss Nina Rubin (Meret Becker) ihren Kollegen suchen. Doch ausgerechnet an diesem Tag findet die Bar Mizwa ihres Sohnes Kaleb statt, Rubin wollte die Feier nutzen, um die Streitigkeiten mit ihrem Mann beizulegen. Dennoch macht sie sich gemeinsam mit Praktikantin Anna (Carolyn Genzkow) auf die Suche nach Karow.

"Dunkelfeld" wird noch vermutlich bis Anfang Juli in Kreuzberg, Mitte, Schöneberg und im Plänterwald gedreht. Regie führt Christian von Castelberg, das Drehbuch stammt von Stefan Kolditz. Die Ausstrahlung ist für den 11. Dezember 2016 geplant.

Dass die überpräsente Karow-Geschichte ein Ende findet, könnte dem Berliner Tatort einen Schub geben. Denn bislang litt das neue Team unter der Last, die überfrachteten Figuren einführen zu müssen, die eigentlichen Fälle gerieten dabei ins Hintertreffen. Aber ob es gelingt, die zahlreichen Details in Erinnerung zu rufen und zusammenzuführen? Die Ansätze des Berliner Teams jedenfalls sind gut, die Kommissare passen in die Stadt, das Flair wird überzuegend eingefangen - vielleicht können Karow und Rubin der Hauptstadt bei ihrem fünften Einsatz dann den verdienten Kracher-Tatort bescheren.

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