München-Tatort: Mia san wirr

In ihrem Jubiläums-Tatort "Mia san jetzt da wo's weh tut" laufen Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) eigenen Fehlern hinterher - mit fatalen Folgen.

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In ihrem Jubiläums-Tatort "Mia san jetzt da wo's weh tut" laufen Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) eigenen Fehlern hinterher - mit fatalen Folgen.

In einem alten Fall fällt das Urteil, doch Ivo Batic kommen Zeifel, das sie richtig ermittelt haben.

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In einem alten Fall fällt das Urteil, doch Ivo Batic kommen Zeifel, das sie richtig ermittelt haben.

Das Münchener Tatort-Team nimmt den Mord an einer rumänischen Prosituierten noch einmal unter die Lupe - und stößt auf Ermittlungs-Fehler.

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Das Münchener Tatort-Team nimmt den Mord an einer rumänischen Prosituierten noch einmal unter die Lupe - und stößt auf Ermittlungs-Fehler.

Hat Ivo seinen alten Kumpel, Zuhälter Harry (Robert Palfrader) zu leicht davonkommen lassen?

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Hat Ivo seinen alten Kumpel, Zuhälter Harry (Robert Palfrader) zu leicht davonkommen lassen?

Seit dem Mord ist auch Mia (Mercedes Müller), ebenfalls Prostituierte aus Rumänien, spurlos verschwunden.

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Seit dem Mord ist auch Mia (Mercedes Müller), ebenfalls Prostituierte aus Rumänien, spurlos verschwunden.

Je tiefer Leitmayr und Batic graben, desto mehr Leichen pflastern ihren Weg. Hätten sie die Sache auf sich beruhen lassen sollen?

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Je tiefer Leitmayr und Batic graben, desto mehr Leichen pflastern ihren Weg. Hätten sie die Sache auf sich beruhen lassen sollen?

Das eigene Jubiläum schmeckt angesichts des eigenen Scheiterns bitter - angestoßen wird trotzdem.

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Das eigene Jubiläum schmeckt angesichts des eigenen Scheiterns bitter - angestoßen wird trotzdem.
04.04.2016 · von

Zwei Mädchen kommen aus Rumänien nach Deutschland und müssen hier als Prostituierte arbeiten. Eine wird ermordet, die andere verschwindet. Sie ist mit ihrem jugendlichen Verehrer auf der Flucht, der sie versteckt sie und aus dem Milieu herausholen möchte. Üble Rotlicht-Gestalten sind hinter den beiden her, die Polizei versucht verzweifelt, das Paar zuerst zu finden.

90 Minuten Tatort in vier Sätzen zusammengefasst. Das als kleiner Service für alle, die bei "Mia san jetzt da wo's weh tut" den Überblick verloren haben. Das 25-jährige Dienstjubiläum von Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) hatte eigentlich eine ganz nette, wenn auch nicht neue Geschichte zu erzählen. Dazu noch ungewöhnliche Bilder und einen sehr guten Soundtrack (hier haben wir eine Playlist für euch) - kann eigentlich nichts schiefgehen, oder?

Ooooh, doch! Bei der Entwicklung des Stoffes sind wohl irgendwann die Pferde durchgegangen. Oben beschriebene Story wurde nämlich flankiert und überrannt von einem drogensüchtigen Killer, zutiefst verabscheuungswürdigen Schnösel-Studenten samt ebenso abstoßender Familie, Wiener Zuhälter-Karikaturen, die irgendwie mit Ivo Batic verbandelt waren, den "freien Unternehmerinnen" des selbigen Herren, Wäscherei-Arbeiterinnen mit hilfsbereiten Nachbarn, fremdgehenden Familienvätern und aufsässigen Vermietern. Alles klar?

Dementsprechend verheerend fiel die Resonanz zu "Mia san jetzt da wo's weh tut" bei Twitter aus, kaum jemand konnte der Handlung wirklich folgen. Ganz anders das Bild in unseren Facebook-Kommentaren: Viel Lob für Batic, Leitmayr und ihr Dienstjubiläum. Nicht jeder war also enttäuscht vom Tatort. In Sachen Quote können die Münchener auch einigermaßen zufrieden sein, 9,12 Millionen und 25,8 % (14-49: 2,73 Mio.; 21,5%) liegen im guten Tatort-Mittelfeld. Dennoch war es der schwächste München-Tatort seit über zwei Jahren. Außerdem haben laut "meedia.de"auffallend viele Zuschauer im Laufe des Filmes umgeschaltet: Waren es um 20:15 Uhr noch über zehn Millionen, so blieben am Ende weniger als neun Millionen übrig.

Das sagt Twitter zum München-Tatort "Mia san jetzt da wo's weh tut"

Das Dilemma dieses Tatortes wunderbar auf den Punkt gebracht:

Batic und Leitmayr haben sich von falschen Geständnissen blenden lassen und nicht tief genug gegraben. Als sie damit anfangen, treten sie eine Welle der Gewalt los.

Aber: Optik und Sound sind - nun ja - ambitioniert.

Es folgen: 90 Minuten wirre Handlung, begleitet von dementsprechenden Tweets. Das Best Of:

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