Luzern: Ein Tatort für Rentner?

Zielgruppe Best-Ager: Bei den jüngeren Zuschauern und der Online-Gemeinde fiel "Schmutziger Donnerstag" durch, doch viele Zuschauer über 50 Jahren schalteten ein.

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Zielgruppe Best-Ager: Bei den jüngeren Zuschauern und der Online-Gemeinde fiel "Schmutziger Donnerstag" durch, doch viele Zuschauer über 50 Jahren schalteten ein.

Von Dialekten und Zünften: Star-Regisseur Dani Levy wurde engagiert, um den Schweizer Tatort besser zu machen.

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Von Dialekten und Zünften: Star-Regisseur Dani Levy wurde engagiert, um den Schweizer Tatort besser zu machen.

Reto Flückiger (Stefan Gubser) muss sich ins Fastnachts-Gewimmel stürzen, ob er will oder nicht.

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Reto Flückiger (Stefan Gubser) muss sich ins Fastnachts-Gewimmel stürzen, ob er will oder nicht.

Mitten im Getümmel hat der Tod zugeschlagen.

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Mitten im Getümmel hat der Tod zugeschlagen.

Flückiger und Liz Ritzschard (Delia Mayer) müssen sich durch den Filz der Luzerner Zünfte kämpfen.

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Flückiger und Liz Ritzschard (Delia Mayer) müssen sich durch den Filz der Luzerner Zünfte kämpfen.

Nichts da "Friede außen, Eintracht innen"...

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Nichts da "Friede außen, Eintracht innen"...

Dass alle in Luzern verkleidet sind, macht die Sache nicht einfacher.

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Dass alle in Luzern verkleidet sind, macht die Sache nicht einfacher.

Was hat die Frau eines verstorbenen Zunft-Mitgliedes zu verbergen?

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Was hat die Frau eines verstorbenen Zunft-Mitgliedes zu verbergen?

Wer trägt in Luzern rosa Höschen?

© SWR/SRF/Nikkol Rot

Wer trägt in Luzern rosa Höschen?

...und am Schluss darf DJ Bobo ein Auto zerstören. Dortmunds Kommissar Peter Faber wäre neidisch.

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...und am Schluss darf DJ Bobo ein Auto zerstören. Dortmunds Kommissar Peter Faber wäre neidisch.

Regie bei "Schmutziger Donnerstag" führte Star-Regisseur Dani Levy.

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Regie bei "Schmutziger Donnerstag" führte Star-Regisseur Dani Levy.
11.02.2013 · von

Zuschauer-Bestwert für den Schweiz-Tatort "Schmutziger Donnerstag", aber nur ein Bruchteil davon war zwischen 14 und 49 Jahre alt. Außerdem hagelte es Kritik, vor allem an der Synchronisation.

Die gute Nachricht für die Verantwortlichen des Schweizer Tatortes: "Schmutziger Donnerstag" holte deutlich mehr Zuschauer als die ersten drei Filme mit Reto Flückiger. 7,78 Millionen Menschen schalteten am Sonntag Abend ein, das ergibt einen Marktanteil von 21,9 % und Platz eins der Quoten-Charts.

Doch das scheinen zum größten Teil etwas ältere Zuschauer gewesen zu sein, denn in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam der Tatort auf gerade mal 2,13 Millionen Zuschauer (15,8 %). Das reicht noch ganz knapp für Platz zwei hinter dem ProSieben-Film "Meine erfundene Frau".

Bemühte Verjüngung ohne Erfolg

Was bedeutet das? Zwar scheint auch der bislang unterirdische Schweiz-Tatort vom Hype ein wenig zu profitieren. Doch diejenigen, die entweder alles schauen, wo "Tatort" drauf steht oder aber die sperrige Geschichte aus der Luzerner Fastnacht wirklich gut fanden, sind überwiegend älteren Semesters. Das muss nichts Schlechtes sein, neben den eher jugendlichen Tatorten aus Hamburg, Weimar, Dortmund oder Erfurt würde Luzern damit einen ausgleichenden Gegenpol bilden.

Doch angesichts eines Regisseurs wie Dani Levy, der vieldiskutierten Lesben-Szene von Liz Ritschard, DJ Bobo als Gast und der immer etwas aufgesetzt wirkenden iPad-Seeligkeit des Ermittler-Teams dürften die Macher des Schweizer Tatortes wahrscheinlich andere Absichten gehabt haben, als die ältere Zielgruppe zu bedienen.

Abenteuerliche Synchronisation

Außerdem hagelte es schon während der Ausstrahlung bei Twitter und Facebook harsche Kritik an der Synchronisation des Schweizer Tatortes. Die Filme werden auf Schweizerdeutsch gedreht und danach auf Hochdeutsch synchronisiert (siehe Interview mit Regisseur Dani Levy). Das gehört an sich schon zu den Problemen des SRF-Tatortes, bei "Schmutziger Donnerstag" ging es völlig daneben. Nicht genug, dass die Sprache alles andere als lippensynchron war, es hatte auch teilweise den Anschein, als ob die Tonspur dem Bild ein wenig hinterher hinkte.

Es gibt also auch nach dem vierten Einsatz von Reto Flückiger und Liz Ritschard noch viel zu tun in der Schweiz. Vielleicht sollten die Verantwortlichen am nächsten Sonntag beim Wien-Tatort "Zwischen den Fronten" mal genau hinschauen. Der ist nämlich richtig klasse und musste trotz Dialekt nicht synchronisiert werden!

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