Köln-Tatort "Ohnmacht" knackt die zehn Millionen

Satansbraten: Kai (Robert Alexander Baer) und Janine (Nadine Kösters) sehen nett aus, entpuppen sich im Tatort "Ohnmacht" aber als echte Landplage.

© WDR/Uwe Stratmann

Satansbraten: Kai (Robert Alexander Baer) und Janine (Nadine Kösters) sehen nett aus, entpuppen sich im Tatort "Ohnmacht" aber als echte Landplage.

Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) kriegen eine neue Assistentin: Miriam Häslich (Lucie Heinze).

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Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) kriegen eine neue Assistentin: Miriam Häslich (Lucie Heinze).

Es geht dramatisch los: Ballauf gerät in eine Schlägerei und wird vor die U-Bahn geschubst.

© WDR/Uwe Stratmann

Es geht dramatisch los: Ballauf gerät in eine Schlägerei und wird vor die U-Bahn geschubst.

Nur knapp entkommt der Kommissar dem Tod.

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Nur knapp entkommt der Kommissar dem Tod.

Ein junger Mann wurde halbtot geprügelt - Ballauf setzt alles daran, die Täter zu schnappen.

© WDR/Uwe Stratmann

Ein junger Mann wurde halbtot geprügelt - Ballauf setzt alles daran, die Täter zu schnappen.

Hat einer der Passanten etwas Entscheidendes gesehen?

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Hat einer der Passanten etwas Entscheidendes gesehen?

Weil Ballauf selbst betroffen ist, darf er offiziell nicht ermitteln, sondern darf Freddy nur unterstützen.

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Weil Ballauf selbst betroffen ist, darf er offiziell nicht ermitteln, sondern darf Freddy nur unterstützen.

Janine wird von ihrer Mutter (Anne Cathrin Buhtz) extrem beschützt und glorifiziert.

© WDR/Uwe Stratmann

Janine wird von ihrer Mutter (Anne Cathrin Buhtz) extrem beschützt und glorifiziert.

Doch das scheinbar brave Mädchen hat offenbar einiges zu verbergen.

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Doch das scheinbar brave Mädchen hat offenbar einiges zu verbergen.

Adrian (Sven Gielnik) kommt aus bestem Hause - doch auch er scheint in die Tat verwickelt zu sein.

© WDR/Uwe Stratmann

Adrian (Sven Gielnik) kommt aus bestem Hause - doch auch er scheint in die Tat verwickelt zu sein.

Ein letztes Mal noch ist der inzwischen verstorbene Christian Tasche als Staatsanwalt von Prinz zu sehen.

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Ein letztes Mal noch ist der inzwischen verstorbene Christian Tasche als Staatsanwalt von Prinz zu sehen.
12.05.2014 · von

Wie war die Quote?

Sehr gut, die Zehn-Millionen-Marke wurde mit 10,09 Mio. Zuschauern knapp geknackt. Das macht einen Anteil von 28,9% (14-49: 3,11 Mio.; 23,3%) und bedeutet den Tagessieg.

Wie haben sich die Kommissare geschlagen?

Geschlagen ist die passende Formulierung. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) durfte nach seinem Knock Out zu Beginn als Betroffener nicht ermitteln, war aber dennoch ständig in Aktion. Schenk (Dietmar Bär) wirkt dabei wie der Fels in der Brandung - und doch als Familienvater seltsam unberührt von den Satansbraten, die er im Verhörraum so vor sich sitzen hat.

Was gab es von der Stadt zu sehen?

Wenig - außer das obligatorische Dom-Panorama mit Wurstbude, das in "Ohnmacht" die eigentliche Handlung quasi einrahmte. Ansonsten gab es ellenlange Verhörszenen in wechselnden Konstellationen. Darüber lässt sich zu überschaubaren Kosten trefflich Inhalt transportieren, doch in letzer Zeit scheinen endlose Verhöre Überhand zu nehmen. Kammerspiele schön und gut, aber auf der Straße machen die Kommissare mehr Spaß!

Was war gut?

 

Ein brisantes Thema ohne Moralkeule anzupacken, schaffen nicht viele Tatort-Teams. Noch vor einigen Monaten hätten Ballauf und Schenk in solch einer Geschichte schwer nerven können, doch in den letzten Folgen hat sich der Ton des Tatortes aus Köln gewandelt. Auch wenn Ballauf hin und wieder in alte Muster zurückfiel ("Mensch, Freddy..."), kam unterm Strich ein solider Krimi dabei heraus! Und die Zeigefinger konnten sich anschließend bei Günther Jauch austoben...

War das Ende okay?

Zumindest gab es in den letzten zehn Minuten keine totale Kehrtwende mehr. Dass die hölzern gespielten und reichlich unglaubwürdigen Aggro-Kids den armen Geiger zu Tode geprügelt haben, war schnell klar, nur der Tathergang bedurfte ein bisschen Ermittlungsarbeit. Dass die Lösung am Ende mittels Handy-Video enthüllt wurde, überrascht kaum. Nicht nur, dass wir so etwas allzu häufig sehen, auch unter dem Gesichtspunkt der Kosten (siehe oben) ist ein schnell produzierter Clip gern genommen.

Was war zu viel?

Neben den Verhören - das hatten wir oben schon - gab es vor allem sehr viel Juristen-Trash-Talk zwischen den Beamten, Staatsanwalt und der Haftrichterin. Dass einer der Verdächtigen statt Bravo offenbar Gesetzbücher gelesen hatte, machte es noch schlimmer. Doch immerhin gaben diese Szenen genügend Gelegenheit, sich von Christian Tasche zu verabschieden, der kurz nach den Dreharbeiten verstarb.

Was hat Twitter gesagt?

Das Intro an der Currywurst-Bude passte zufällig haargenau zur Nachrichten-Lage...

Auftritt Miriam Häslich, die allen Twitterern gleich mal den Wind aus den Segelen nimmt, was Witze über ihren Namen angeht. Dennoch stieß die neue Assistentin auf Wohlwollen bei den Fans. Der WDR will wohl weitere Figuren ausprobieren, doch Frau Häslich darf gerne öfter zu sehen sein.

Kurz darauf kam der Satan mit Engelsgesicht: Janine. Diese war mindestens genauso gestört wie ihre Mutter, hatte jedoch einen unterhaltsamen Beruf.

Neben endlosen Verhören glänzte der Tatort vor allem mit juristischen Details. Außer Staatsanwalt und Haftrichterin warfen auch die Terror-Kids fröhlich mit Gesetzestexten um sich.

Das Twitter-Fazit: Von grenzenloser Begeisterung bis zu kopfschüttelnder Ungläubigkeit war fast alles dabei.

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