Tatort: Reifezeugnis

Reifezeugnis
Tatort Infos
Episode
73
Stadt
Ermittler
Sender
NDR
Erstausstrahlung
27.03.1977
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Tatort: Reifezeugnis
3.8 / 51
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Die Handlung

"Reifezeugnis" gehört zu den bekanntesten Tatorten aller Zeiten. Neben Star-Regisseur Wolfgang Petersen wird vor allem Hauptdarstellerin Nastassja Kinski mit diesem Tatort in Verbindung gebracht. Durch einige Nacktszenen der damals 15-Jährigen Tochter von Klaus Kinski sorgte der Tatort für große Aufregung.

Nastassja Kinski spielt in "Reifezeugnis" die Schülerin Sina Wolf aus wohlhabendem Hause. Die 16-Jährige hat ein Verhältnis mit ihrem Mathelehrer, Herrn Fichte (Christian Quadflieg). Ihr Jugendfreund Michael Harms (Markus Boysen), der ebenfalls in Sina verliebt ist, entdeckt die verbotene Liebschaft und will Sina damit erpressen, ihr Geheimnis zu verraten. In einem abgelegenen Waldstück versucht er Sina zu vergewaltigen, diese jedoch bekommt einen Stein zu fassen und erschlägt den Jungen.

Um den Totschlag zu vertuschen, täuscht Sina eine vollzogene Vergewaltigung vor. Sie berichtet der Polizei, dass ein gesuchter Sexualverbreecher sie missbrauchen wollte und Michael ihr zu Hilfe gekommen sei. Der andere Mann habe den vermeintlichen Retter dann erschlagen. 

Eine Mitschülerin entdeckt derweil das Verhältnis zwischen Lehrer Fichte und Sina. Sie erpresst Fichte und seine Frau mit ihrer Kenntnis, um eine Mathearbeit zu bestehen. Auch Kommissar Finke kommt Sina und Fichte auf die Spur, weil der vermeintliche Vergewaltiger für die Tatzeit ein Alibi hat.

Fichte beendet die Beziehung zu Sina, der es wiederum immer schwerer fällt, die wahren Umstände von Michaels Tod zu verheimlichen. Sina versucht daraufhin, sich mit einer Waffe ihres Vaters umzubringen. Kommissar Fichte findet das Mädchen jedoch noch lebend vor, weil sich der Revolver nicht laden ließ. Auch der Versuch, sich zu ertränken, scheitert, so dass sich Sina schließlich stellen muss.

Die Kritik

Schon bei der Ausstrahlung bekam "Reifezeugnis" eine sehr große Aufmerksamkeit. Vor allem die Nacktszenen waren 1977 genug Stoff für Diskussionen. Nastassja Kinski brachte "...ein bisschen 70er-Jahre-Schulmädchen-Flair in deutsche Wohnzimmer...", schreibt die TV-Zeitschrift Prisma in ihrem Film-Lexikon. Auch der schon damals skandalumwitterte Name Kinski sorgte schon im Vorfeld für Aufmerksamkeit.

Auch die in "Reifezeugnis" erzählte Geschichte stieß auf gute Kritiken. Dass eine Liebes-Geschichte in die Krimi-Handlung eingeflochten war, gehörte nicht zu den Standards im Fernsehen jener Zeit und hob den Tatort somit von den üblichen Filmen ab. Auch dass der Zuschauer die genauen Tatumstände von Beginn an kennt und demnach nicht miträtseln kann, war ein neues Stilmittel: "Auf das gängige Ratespiel zu verzichten ist in Kriminalfällen ein heikles Unterfangen, hier geht es gut", fand die FAZ kurz nach der Erstausstrahlung.

Bis heute ist "Reifezeugnis" rund 25 Mal wiederholt worden und wird neben einigen Schimanski-Tatorten immer wieder zu den Highlights der Kult-Reihe gezählt. Wolfgang Petersen, der bei "Reifezeugnis" Regie führte und am Drehbuch beteilgt war, erlangte mit Filmen wie "Das Boot", "Air Force One" oder "Troja" Weltruhm. Auch für Nastassja Kinski war der Tatort ein Sprungbrett, sie spielte später in internationalen Filmen wie "Katzenmenschen" oder "Paris, Texas" mit. In letzter Zeit ist es jedoch eher ruhig geworden um die Schauspielerin.

Die Schauspieler

Kommissar Finke
© HR/NDR/Sachse
Kommissar Finke
Klaus Schwarzkopf
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Oberstudiendirektor Bender
Hans Timmermann
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Katrin
Rebecca Völz
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Oberstudienrätin Dr. Gisela Fichte
Judy Winter
Rektor Dr. Forkmann
© HR/NDR/Sachse
Rektor Dr. Forkmann
Friedrich Schütter
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Studienrat Helmut Fichte
Christian Quadflieg
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Gitte
Sabine Burgert
Sina Wolf
© NDR/TelePress
Sina Wolf
Nastassja Kinski
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Assitent Franke
Rüdiger Kirschstein
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Inge
Petra Verena Milchert
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Michael Harms
Markus Boysen

Die Filmcrew

Regie: Wolfgang Petersen
Drehbuch: Herbert Lichtenfeld
Kamera: Jörg-Michael Baldenius

Zuschauer und Quoten

Quote bei der Erstausstrahlung: 67,0% (25,05 Mio. Zuschauer).
Unter allen Tatorten ist das der 14. Platz.
Unter allen Tatorten aus Kiel ist es der 2. Platz.

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