Der Schweiger-Tatort in der Analyse

Mega-Quote und sogar Lob von den Kollegen: Nick Tschiller (Til Schweiger) kann mit seinem ersten Hamburg-Tatort zufrieden sein.

© NDR/Marion von der Mehden

Mega-Quote und sogar Lob von den Kollegen: Nick Tschiller (Til Schweiger) kann mit seinem ersten Hamburg-Tatort zufrieden sein.
13.03.2013 · von

Til Schweiger ging nach seinem Tatort-Debüt erstmal bei Dittsche ein Bier trinken. Die Beobachter fingen an, seinen Auftritt von allen Seiten zu beleuchten. Wir zeigen die erstaunlichsten Fakten.

Dass Schweigers erster Tatort "Willkommen in Hamburg" eine Riesen-Quote eingefahren hat, ist inzwischen bekannt und war auch keine allzu große Überraschung. Das Branchen-Portal "Meedia" ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat den Nick-Tschiller-Tatort mit den Quoten der anderen Ermittler verglichen. Beim Durchschnittswert der letzten 24 Monate (also unabhängig von der Anzahl der Tatorte) setzt sich Schweiger an die Spitze und verdrängt die Münsteraner Thiel und Boerne auf Platz zwei. Dahinter folgen Charlotte Lindholm aus Hannover, Blum und Perlmann vom Bodensee und die leider geschassten Saarbrücker Ermittler Kappl und Deininger. Ganz unten findet sich der Wiesbadener Kommissar Murot hinter Schweigers Vorgänger Cenk Batu und dem Luzern-Tatort.

100% negative Tweets für Luna Schweiger

Weil jeder Tatort bei Twitter ausgiebig in Echtzeit kommentiert wird, hat das Medien Magazin "Horizont" die Tweets zu "Willkommen in Hamburg" als Stimmungsmesser genommen und analysiert. Insgesamt 26.000 Kurznachrichten wurden zum Tatort abgesetzt, davon waren immerhin 61% positiv. Besonders gut kam Tschillers Assistent Yalcin Gümer (Fahri Yardim) an. Wurde er erwähnt, war der Tenor zu 98% wohlwollend. Ganz anders der Star selber: 92% der Tweets zu Til Schweiger waren negativ, das wurde nur noch überboten von seiner Tochter Luna, die zu 100% negativ bewertet wurde. Die Action bewerteten immerhin 58% der Twitterer als positiv, 74% fanden das Drehbuch gut.

Bei der Twitter-Analyse darf man jedoch nicht vergessen, dass nur eine ganz bestimmte Zielgruppe während des Tatortes Live-Kommentare abgibt. Außerdem bleibt bei der Studie unklar, wie zum Beispiel ironische Tweets bewertet wurden, so etwa Til Schweigers eigener und x-fach geretweeteter Kommentar "Ich nuschel ein bisschen".

Gratulation von den Tatort-Kollegen

Und auch die Tatort-Kollegen von Til Schweiger waren vom ersten Einsatz Nick Tschillers recht angetan. Lena Odenthal-Darstellerin Ulrike Folkerts, die noch bei Schweigers Präsentation gegen den Kino-Star geätzt hatte, sagte laut "Bunte": "Hey Til, willkommen im Club! Super Cast, ich habe euch gern zugeschaut und danke für die fein dosierte Portion Humor und Selbstironie." Die Hannoveraner Tatort-Ermittlerin Maria Furtwängler sieht Schweigers Tschiller als gute Ergänzung für die Krimi-Reihe: "Eine völlig neue Farbe, die dem 'Tatort' steht und eine wunderbare Erweiterung der starken Marke. Ich gratuliere Til zu seinem Riesenerfolg - er hat es verdient", sagte Furtwängler laut "stern.de".

Ganz anders sieht das naturgemäß Peter Sodann, der früher als Bruno Ehrlicher in Dresden und Leipzig ermittelte. "Mit den Revolvern rumspielen kann doch jeder Dumme! Was soll bloß diese ganze Ballerei?" fragte der 76-Jährige via "Bild". Er selber habe nur einen Teil des Tatortes gesehen und dann abgeschaltet.

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