Bremen-Tatort "Alle meine Jungs": Einmal Müllmann, immer Müllmann

"Alle meine Jungs": Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) wird von der Müllmann-Gang bedroht.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

"Alle meine Jungs": Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) wird von der Müllmann-Gang bedroht.

Stedefreund und Inga Lürsen (Sabine Postel) befragen die Kollegen des Toten.

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Stedefreund und Inga Lürsen (Sabine Postel) befragen die Kollegen des Toten.

Zuvor war Maik Decker tot in einem Müllwagen entdeckt worden.

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Zuvor war Maik Decker tot in einem Müllwagen entdeckt worden.

Schon vorher war einer der Müllmänner spurlos verschwunden - Stedefreund fragt sich, was die Männer in Orange zu verbergen haben.

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Schon vorher war einer der Müllmänner spurlos verschwunden - Stedefreund fragt sich, was die Männer in Orange zu verbergen haben.

Sascha (Jacob Matschenz) will der Polizei etwas mitteilen, doch er hat Angst um seine Schwester Yvonne (Genija Rykova).

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Sascha (Jacob Matschenz) will der Polizei etwas mitteilen, doch er hat Angst um seine Schwester Yvonne (Genija Rykova).

Fast alle Müllmänner sind Ex-Knackis, die von Bewährungshelfer "Papa" Uwe Frank (Roeland Wiesnekker) betreut werden.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Fast alle Müllmänner sind Ex-Knackis, die von Bewährungshelfer "Papa" Uwe Frank (Roeland Wiesnekker) betreut werden.

Im China-Imbiss hält "Papa" Hof - und versorgt seine Leute mit üppigen Sozialleistungen.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Im China-Imbiss hält "Papa" Hof - und versorgt seine Leute mit üppigen Sozialleistungen.

Auch der Teamchef Pavel (Hendrik Arnst) scheint tief in die dunklen Geschäfte verstrickt.

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Auch der Teamchef Pavel (Hendrik Arnst) scheint tief in die dunklen Geschäfte verstrickt.

Im Knast gibt es immerhin eine hübsche Fototapete zu bewundern.

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Im Knast gibt es immerhin eine hübsche Fototapete zu bewundern.

Der Chef des Recyclingunternehmens (Patrick von Blume) rühmt sich unterdessen seines Engagements...

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Der Chef des Recyclingunternehmens (Patrick von Blume) rühmt sich unterdessen seines Engagements...

...und plant krumme Deals mit dem Betreiber einer Müllverbrennungsanlage (Bernd Stegemann).

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...und plant krumme Deals mit dem Betreiber einer Müllverbrennungsanlage (Bernd Stegemann).

Auf der Suche nach dem verschwundenen Sascha gerät Stedefreund in einen Hinterhalt...

© Radio Bremen/Jörg Landsberg

Auf der Suche nach dem verschwundenen Sascha gerät Stedefreund in einen Hinterhalt...

...und muss sich gegen eine Horde Müllmänner wehren.

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...und muss sich gegen eine Horde Müllmänner wehren.
19.05.2014 · von

Wie war die Quote?

9,70 Millionen und 28,4% Marktanteil (14-49: 3,19 Mio.; 23,8%) sind eine sehr, sehr gute Quote - angesichts der exorbitanten Zahlen in den letzten Wochen wirkt alles unter zehn Millionen aber immer ein bisschen enttäuschend. Nichtsdestotrotz können sich die Zuschauerzahlen mehr als sehen lassen.

Wie haben sich die Kommissare geschlagen?

Ordentlich. Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) gehören zwar inzwischen zu den dienstältesten Kommissaren im Tatort, sind jedoch noch immer frisch und motiviert. In der teils etwas unübersichtlichen Story um die kriminellen Müllmänner agierten sie souverän, jedoch nicht mit vollem Einsatz. Stellenweise hätten wir uns ein bisschen mehr Pep gewünscht - und vielleicht den einen oder anderen Kommentar zu dem, was da um sie herum passiert.

Was gab es von der Stadt zu sehen?

Hauptsächlich ein kleines Viertel in der Nähe des Industriehafens - und jede Menge Müll. Das Setting war sehr gut gewählt, um die Gemeinschaft der Müllmänner spürbar zu machen und ihre Träume vom sicheren Leben. Schön, dass der Tatort solche Ecken zur Kulisse macht - und nicht immer nur im Verhörraum oder vor Sehenswürdigkeiten spielt. Nix zu meckern also!

Was war gut?

Einige gute Einfälle hatte das Drehbuch von "Alle meine Jungs" durchaus zu bieten. Die eingeschworene Gemeinschaft der Müllmänner, das skurrile Setting im China-Restaurant, das ist an und für sich eine interessante Geschichte. Auch die Episodenrollen waren top besetzt, ohne dass auf die Handvoll Standard-Darsteller zurückgegriffen worden wäre, die man ohnehin in jedem dritten Tatort sieht - sehr gut!

War das Ende okay?

Irgendwie war klar, dass die schmierigen Müll-Manager davonkommen. Dass jedoch die Gemeinschaft der orangenen Truppe auch ohne "Papa" fortbesteht und das Viertel weiterlebt, erfreut uns doch irgendwie. Da kann man fast darüber hinwegsehen, dass all das doch ein bisschen hanebüchen wirkt.

Was war zu viel?

Orange. Durch die vielen Figuren wurde die Story unübersichtlich, außerdem gab es stellenweise zu viele Sprünge zwischen den Handlungssträngen. Außerdem war zuviel orange zu sehen, als dass man die Müllwerker wirklich hätte auseinanderhalten können. Zu allem Überfluss trug der flüchtende Sascha dann auch noch einen orange-lastigen Hoodie - einmal Müllmann, immer Müllmann.

Was hat Twitter gesagt?

Zu Beginn "Daddy Cool", später dann die Stones und Falco: Den Tatort-Soundtrack hatte wohl ein Party-DJ gemacht.

Der Star des Abends war ganz klar Roeland Wiesnekker alias "Papa"! Manch einer sah den Schweizer Schauspieler auch schon in anderer Rolle...

Das schöne an den norddeutschen Tatorten: Die sprachliche Schönheit der Dialoge und die geschliffenen Formulierungen:

Unterm Strich: Viel Gutes, aber auch ein wenig Verwirrung.

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