25 Mal Tatort aus Münster: Das sagen Alberich, Nadeshda und "Vaddern"

Der Tatort aus Münster ist nicht zuletzt wegen seiner Nebenrollen wie Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern solch ein großer Erfolg.

© WDR/Martin Menke

Der Tatort aus Münster ist nicht zuletzt wegen seiner Nebenrollen wie Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern solch ein großer Erfolg.
08.04.2014 · von

Mit beeindruckender Kontinuität ist seit 25 Folgen immer das gleiche Ensemble im Tatort aus Münster zu sehen. Neben den Hauptdarstellern Jan Josef Liefers und Axel Prahl sind es vor allem die Nebenrollen, die den ganz besonderen Reiz dieses Tatortes ausmachen. Dass Liefers einmal sagte, wenn einer der Schauspieler aussteigen würde, sei für alle Schluss, unterstreicht die Bedeutung der Team-Leistung einmal mehr. Zum 25. Jubiläum schildern ChrisTine Urspruch, Friederike Kempter, Claus D. Clausnitzer und Mechthild Großmann ihre Sicht des Tatortes.

ChrisTine Urspruch (Silke "Alberich" Haller)

25 Tatorte aus Münster, an welche Geschichte erinnern Sie sich besonders gerne?

Da ich meine Rolle sehr gerne spiele, freue ich mich immer wieder neu auf die Drehtage mit meinen Kollegen. Besonders gerne erinnere ich mich an den Tatort "Höllenfahrt" aus dem Jahr 2009 zurück. Wir hatten schöne Spätsommer-Drehtage im Münsterland und ich bin diesen kleinen roten Flitzer gefahren …

Wie hat sich Ihre Figur Silke "Alberich" Haller im Laufe der Jahre verändert?

Silke Haller hat sich dahingehend verändert, dass alle Welt nur noch von "Alberich" spricht! "Alberich" alias Silke Haller ist sozusagen zu einer festen Größe geworden. Sie handelt selbstbewusst, zollt ihrem Chef Respekt, aber lässt sich nicht alles gefallen. Wenn Boerne mal wieder zum stürmischen Seegang anschwillt, so bleibt Alberich der Fels in der Brandung.

Friederike Kempter (Nadeshda Krusenstern)

Seit 2002 sind Sie als Kommissarsanwärterin Nadeshda Krusenstern im Einsatz. An welche Situation bei den Produktionen erinnern Sie sich gerne zurück?

Da gibt es so vieles, was wir gemeinsam erlebt haben. Das alles zu erzählen, würde sicherlich alle anderen langweilen. Aber so viel kann ich verraten: Es ist immer lustig mit meinen Kollegen Liefers und Prahl.

Wie hat sich Nadeshda Krusenstern im Laufe der Zeit verändert?

Sie ist mit mir älter geworden. Sie könnte nur endlich mal richtige Kommissarin sein, alt genug ist sie ja inzwischen. Schauen wir mal.

Warum wird der "Tatort – Der Hammer" seinem Titel gerecht?

Weil das Drehbuch einfach "Der Hammer" ist und wir einen wirklich spannenden Film realisiert haben.

Claus D. Clausnitzer (Herbert "Vaddern" Thiel)

25 Tatorte aus Münster, an welche Geschichte erinnern Sie sich besonders gerne?

Am spaßigsten finde ich: Der Junge, also mein Filmsohn Frank Thiel, braucht mich immer mal wieder. Und das ist ihm nie recht. So musste ich ihm Nachhilfe im Autofahren geben, weil er ja seinen Führerschein neu machen musste. Beim allerersten Tatort kam er mich besuchen in meiner Kate, da hatten wir auch echte Hanfpflanzen, die wir gegossen haben. Sogar die Polizei war da, um aufzupassen, dass die Pflanzen wieder abtransportiert werden.

Wie hat sich "Vadder" Thiel verändert?

Naja, verändert haben wir uns alle. Der Herbert sucht aber immer noch die richtige Frau. Das sind ja für ihn immer schwierige Verhältnisse: Er hatte einst in Indien geheiratet. Auch vor jüngeren Frauen schreckt er nicht zurück. Das wird sich wohl nicht mehr ändern. In "Der Hammer" lässt er sich ja mit einer deutlich jüngeren Freundin bei einer Demo an ein Baustellenfahrzeug ketten. Das hat mich auch ein wenig an meine eigene Jugend erinnert.

Mechthild Grossmann (Wilhelmine Klemm)

25 Tatorte aus Münster, an welche Geschichte erinnern Sie sich besonders gerne?

Man erinnert sich ja oft an schwierige Situationen. Wenn man nachts bis 4.00 Uhr oder noch länger, bei kaltem und regnerischem Wetter, übermüdet dreht, denkt man: Das nimmt nie ein Ende. Ja, so etwas bleibt im Gedächtnis.

Wie hat sich Staatsanwältin Klemm verändert?

Wilhelmine Klemm hat sich im Laufe der Jahre so verändert, wie wir alle. Sie ist älter, aber nicht unbedingt einsichtiger geworden.

Wie haben Sie die Dreharbeiten zu "Der Hammer" erlebt?

Die Dreharbeiten zu "Der Hammer" waren sehr konzentriert und angenehm. Bei einer "Klappe" (kleine Feier nach Drehschluss) unseres Regisseurs lernte ich, was ein "Hildegard-Knef-Gedeck" ist: ein Glas gekühlter Champagner mit einem Glas eisgekühltem Wodka – großartig!

(Quelle: WDR)

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