Tatort Die Wahrheit
Die Wahrheit

Ein Mann wird offensichtlich als Zufallsopfer erstochen. Die Münchner Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr ermitteln zunächst ergebnislos. Doch dann gibt es ein zweites Opfer...

Fr
28.04.
22:00
ARD

Aktuelle News zum Tatort

Tatort "Der Tod ist unser ganzes Leben": Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) steht vor den Trümmern seines Lebens.
Kreuzverhör 27. April 2017

In der Fortsetzung von "Die Wahrheit" steht das Münchener Team auf der Kippe. Enorm spannend - mit einem kleinen Haken.


Tatort Wien: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) sind in ihrem neuen Fall im Wettrennen mit einem Großkriminellen.
Drehstart 26. April 2017

Bibi und Moritz drehen ihren nächsten Fall: In "Irgendwann" sitzt dem Wiener Tatort-Duo ein Großkrimineller im Nacken.


Tatort Saarbrücken: Wer möchte beim nächsten Dreh als Komparse dabei sein?
Komparsen 25. April 2017

Für einen neuen Saarland-Tatort werden derzeit Komparsen gesucht. Und so bewerbt Ihr Euch!


Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) stoßen in ihrem neuen Fall auf Verbindungen in die RAF-Zeit
Drehstart 25. April 2017

Lannert und Bootz decken in ihrem neuen Fall eine alte Verbindung zur RAF auf. Gestern war Drehstart.


Tatort aus Wien: Simon Hatzl glänzte als sadistischer Ausbilder Nowak.
Wie wars? 24. April 2017

Verbale Tiefschläge statt zärtlicher Peitschenhiebe. Während anderswo ein Softporno läuft, ging es im Tatort "Wehrlos" deutlich ruppiger zu.


Der neue Tatort aus Berlin führt Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) in die Unterwelt
Drehstart 21. April 2017

Der neue Fall führt Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) in die Berliner Unterwelt - und in eine Befruchtungs-Klinik.


Tatort "Wehrlos" aus Wien": Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) haben eine Beziehungs-Krise.
Kreuzverhör 20. April 2017

Die Wiener Tatort-Kommissare verkrachen sich in ihrem neuen Fall dermaßen, dass Bibi die Stellung wechselt.


Tatort Dortmund: Faber (Jörg Hartmann) zermürbt mit seinen Sprüchen den Attentäter.
Wie wars? 18. April 2017

Sendetermin umstritten, Hauptfigur umstritten, Thema umstritten - der Dortmunder Tatort polarisiert wie kaum ein Zweiter.


Kreuzverhör 13. April 2017

Der verschobene Neujahrs-Tatort "Sturm" aus Dortmund wird am Ostermontag endlich gezeigt. Und er ist absolut gelungen!



Der Tatort - eine deutsche Institution am Sonntagabend

Die Geschichte der Fernsehreihe begann bereits im Jahr 1970. Seit der ersten Folge "Taxi nach Leipzig" hat sich der Tatort nicht nur einen Stammsendeplatz am Sonntagabend in der ARD erhalten, sondern ist zu einer Institution im deutschen Fernsehen geworden. In bislang weit über 900 Folgen hat der Krimi so illustre Charaktere hervorgebracht wie die Kommissare Trimmel und Kressin aus den Anfangsjahren, Highlights wie die Kommissare Bienzle, Palu oder das Gespann Schimanski und Thanner sowie aktuelle Ermittler wie etwa die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk oder das ungleiche Paar Kommissar Frank Thiel und Gerichtsmediziner Professor Boerne aus Münster. In seiner langen Geschichte hat der Tatort unzählige Preise erhalten, darunter mehrfach den begehrten Grimme-Preis.

Doch nicht immer ist der Tatort unumstritten. Zeitweilig trennte er gar die öffentliche Meinung in tief gespaltene Lager, so zum Beispiel bei der legendären Folge "Reifezeugnis" von 1977. Einige Zuschauer feierten den Film von Wolfgang Petersen als Meisterwerk, andere jedoch verfielen in helle Aufregung, da hier Nacktszenen mit der gerade einmal 15-jährigen Nastassja Kinski zu sehen waren. Auch in der jüngeren Vergangenheit konnte der Tatort nicht alle überzeugen. So wird der Tatort aus Münster bei der Fangemeinde sehr unterschiedlich bewertet: Die Befürworter freuen sich über die skurrilen Charaktere und loben, dass die Folgen neuen Schwung in die Reihe bringen, während die Gegner die westfälischen Krimis als Klamauk abtun.

Legendäre Kommissare, skurrile Nebenfiguren, Stars vor und hinter der Kamera

Während die Kommissare in der Anfangszeit meist allein ermittelten, wurde mit Schimanski und Thanner 1981 das erste Ermittlerteam ins Bild gebracht. Das Format setzte sich durch und seitdem gehen immer mehr Tatort-Ermittler zu zweit auf Verbrecherjagd. Neben Götz George als Schimanski und seinem Kollegen Thanner aus Duisburg erfreuen sich zum Beispiel die Kommissare Brockmöller / Stoever aus Hamburg (bis 2001), Batic und Leitmayr aus München, Odenthal / Kopper aus Ludwigshafen, Thiel / Boerne aus Münster oder Kriminalhauptkommissar Borowski und seine Assistentin Sarah Brandt aus Kiel großer Beliebtheit in der Fangemeinde. Alleine fühlen heute nur noch sehr wenige Ermittler den Verbrechern auf den Zahn, darunter die durchaus beliebte Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover.

Zum großen Erfolg der Tatorte tragen aber nicht nur die Hauptdarsteller bei, auch die zum Teil abstrus überzeichneten Nebenfiguren haben viele treue Anhänger. Hier ist zuallererst wieder der Tatort aus Münster zu nennen, der mit der ketterauchenden Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, der süßen Assistentin Nadeshda Krusenstern und dem Alt-68er Herbert Thiel für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Ebenfalls sehr beliebt sind die Staatsanwältin Emilia Alvarez und die Assistentin Nika Banovic aus Stuttgart oder der Assistent Lutz Weber aus Berlin.

In der Geschichte des Tatorts haben auch immer wieder Gastauftritte für Abwechslung, Spannung und Komik gesorgt. So war etwa der ehemalige Fußball-Bundestrainer Berti Vogts in einer kleinen Gastrolle zu sehen, in der er sich rührend um ein entlaufenes Kaninchen sorgte. DFB-Präsident Theo Zwanziger war auch schon in einer Folge dabei, ebenso wie Steffi Jones, damals Koordinatorin der Frauenfußball-WM in Deutschland. Auch hinter der Kamera war viel Prominenz am Werk, allen voran Star-Regisseur Wolfgang Petersen, der zunächst den Kieler Tatort drehte und später mit Filmen wie "Das Boot", "Air Force One" oder "Troja" zu Weltruhm gelangte.

Was macht den Tatort so beliebt?

Der Tatort ist nicht die einzige Krimireihe im deutschen Fernsehen, doch steht sie auf der Beliebtheitsskala der Zuschauer nach wie vor ganz oben. Andere Formate wie der Polizeiruf 110, der ebenfalls in der ARD ausgestrahlt wird, oder die amerikanische Krimiserie CSI können da nicht mithalten. Der Tatort erreicht am Sonntagabend Folge für Folge über sieben Millionen Zuschauer, was einer Quote von etwa zehn Prozent entspricht. In den 1970er Jahren, als es noch kein Privatfernsehen gab, hatte der Tatort mit einem Marktanteil von 70 Prozent sogar über 25 Millionen Zuschauer. Obwohl der Tatort von den verschiedenen Sendeanstalten der ARD, dem Österreichischen Fernsehen ORF und dem Fernsehen der Schweiz SRF produziert wird, hat sich ein einheitliches Format etabliert, was ebenfalls zur Beliebtheit der Krimis beigetragen haben dürfte. So haben sich die Autoren beispielsweise fast ausnahmslos daran gehalten, dass die Ermittler bereits innerhalb der ersten zehn Minuten die Leiche finden.

Beim jeweiligen Thema geht es jedoch in die Breite. Einige Tatorte orientieren sich an aktuellen gesellschaftlichen Problemen oder üben Sozialkritik, während sich der Inhalt bei anderen Tatorten um lokale Besonderheiten oder schlicht um einen spannenden Fall dreht.

Die Zukunft des Tatorts

Wenn es nach den Zuschauern geht, dann wird uns der Tatort in der ARD noch lange erhalten bleiben. Um die Popularität noch weiter zu steigern, setzen die Sender seit einiger Zeit verstärkt auf Prominenz und Star-Schauspieler. Nach dem Abgang des beliebten Hamburger Ermittlers Batu wurden zum Beispiel mit Wotan Wilke Möhring (Hauptkommissar Thorsten Falke) und dem international erfolgreichen Til Schweiger (Hauptkommissar Nick Tschiller) zwei neue Schwergewichte für die Krimireihe verpflichtet. Und mit Nora Tschirner und Christian Ulmen haben zwei weitere Kinostars das Tatort-Team (Einsatzort Weimar) verstärkt.

Einen immer höheren Stellenwert nehmen auch die neuen Medien ein. So sind die Folgen seit einigen Jahren gleich nach der Erstausstrahlung im Fernsehen auch in der ARD Mediathek im Internet verfügbar und einigen Tatorten konnten die Zuschauer sogar in einem eigens entwickelten Onlinespiel den wahren Täter ermitteln. Viele Zuschauer sehen heute den Tatort und nutzen gleichzeitig Social Media Seiten wie Twitter oder Facebook, um sich über das Geschehen auszutauschen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken und wir dürfen gespannt sein, wie sich der Tatort in dieser Richtung weiterentwickelt.

Weitere Informationen: Offizielle Tatort-Seite der ARD, Tatort in der Wikipedia

Tatort-Blog.de